die luft, die ich atme

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das sonnige kühle element draussen, wie verfahren können menschen in sich selber hineingedreht sein, wie unbewusst, das ist die frage heute morgen, sie betrifft auch immer mich selber.

ein blick in das wogen der baumwipfel gegenüber, eine rotbuche funkelt in der kühlen sonne, die pappeln schütteln und verneigen sich, die tanne, welche art? steht majestätisch still, eine schmale wolkenschliere im hellen frühjahrsblau, dazu lasterdröhnen, baggerscheppern (sehr laut, poltrig, stein auf metall) es wird gebaut, also ist man.

muss man noch über die abgründe im menschen sprechen? ja, ich finde schon, denn wie schnell ist man darüber hinweg, mit worten und ganzen geschichten, erklärungen, statt einfach nur zu sehen. überhaupt die tendenz (meine) sehr schnell in wörter zu gehen, weil die wucht so gross ist. noch beim kleinsten ansturm die hilflosigkeit in die formel gepackt, das ist, weil …

keine nachsicht, keine vorsicht, beim sitzen vor diesem gerät, auf dem ich schreibe, beim umher schauen, weil ich nach dem richtigen wort suche, keine musik, weder beethoven noch mozart, finde ich alles, aber auch alles ohne ausnahme, sehr prekär, sehr leicht, volatil, fast fliegt mir alles davon, vor allem die bezeichnung für den strauch, vielmehr das zur erde geneigte bäumchen mit den weissen kugeln, aah, den schneeballenbaum und plötzlich, das gras ist so prall grün, so saftig, so exuberant, muss ich weinen, ich kann es nicht halten, es entgleitet mir jetzt schon, es löst sich auf vor meinen augen und auch ich werde unsichtbar fûr mich selber, morgens suche ich nach mir, ich habe eine ferne erinnerung an jemand, der trug meinen namen, wenn es denn meiner ist. und die geräusche um mich herum, das rauschen, das kollern und knacken beruhigt mich nicht etwa, war es überhaupt da?

ich wundere mich, dass ich noch lebe, manchmal höre ich mich lachen, manchmal erzählt einer eine geschichte, die ist lustig, und er hört auf meinen namen, manchmal geht einer herum, der fühlt sich an wie ich und ich merke, ich fühle deutlich, er freut sich, er lächelt und manchmal hat er angst, alles hört einfach auf.

Marie ist die luft, die ich atme.

(link zu einem text, der hierher gehört)

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Ein Gedanke zu “die luft, die ich atme

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