der vor alter niederbrach

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an diesen feuchtwarmen tagen und nächten (nachts der regen eine extase) nur trockene träume vom umherirren an unbekannten labyrinthischen orten, existenzängste am tag, seltsamerweise weniger im garten, er wächst mir über den kopf und einer der gründe, warum ich noch nicht ausgewandert bin auf eine einsame insel, ist der garten, die bäume,  die tümpel, das gesträuch und die wiese (gras, klee und wilde blumen),ein grüner pelz, rau, sanft, tausend gerüche, töne, farbabstufungen, ein zuhause. dass er ein lebendes wesen ist, das ich liebe, steht ohne jeden zweifel fest (die rosen, die kirschen, die raben streiten sich drum, die eichelhäher fallen ein, gestern hinten im gesträuch ein fuchs, ich habe ihm aus dem renert vorgelesen). ich gestehe es ein, ich habe mehrere geliebte und die liebste ist tot, die andern rufen mich zur ordnung, mein garten ist eine befreite zone der anarchie. ich muss keinem was vormachen, muss mir keine attitüden zulegen, die goldfische danken mirs. im garten schweigen wir zusammen, ich trauere noch jetzt um den alten pflaumenbaum, der vor alter niederbrach.

 

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