sommerfest

 

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man sagt das so leichthin, ich brauche raum, ich brauche zeit, um mich zu sortieren.

das ist die eigene zeit, der innere raum. wenn man ihrer gewahr wird, dann stehen sie schon unter dem ansturm des aussen. es ist kein krieg und doch muss man sie verteidigen, die eigene zeit, den inneren raum. und es gibt tausend angebote sie zu möblieren. an den grenzen  drängeln sich die muss und die solls und unbedingt und dringend.

es ist montag und ich bin auf der defensive. die pflichten, die vorgeben, sie vertrügen keinen aufschub, habe ich in den wartesaal verbannt, dort wird ihre dringlichkeit nochmal geprüft, während ich nicht einmal warte.

die zeitungslektüre hat keinen rechten eindruck ergeben, hinterher hat man immer das gefühl, man sei auf der falschen veranstaltung gewesen. und in dem augenblick erinnere ich mich an meine pessimistische tirade, gestern auf dem privaten sommerfest mit exquisiten gästen, die heftig, aber höflich in der form zurück gewiesen wurde. bis ich die quelle meines pessimismus offenbarte.

was ich schon immer beneidete, ist die bruchlose, fugenlose identifikation mit einem lebensstil: das bin ich, früher hätte ich den begriff und seinen gehalt frontal attackiert, und mit lust und die  risse in der fassade visitiert, nun erfüllt mich eine scheinbar rundum gefestigte identifikation mit bewunderung und mit einer art neid, weil ich mich so gerne, ehrlich, als etwas ganz und gar bestimmtes erleben würde und gleichzeitig weiss, ich kann es nicht, selbst wenn ich, zugegeben, von vielem etwas habe, aber ganz und gar, mit haut und haar dieses oder jenes, dazu fehlt mir einfach das talent. so bin ich, vielleicht, vieles und nichts davon, gleichzeitig.

ich sehne mich, natürlich,  nach einem festen bild von mir, aber es entgleitet mir, sobald ich wörter dafür suche, nicht, dass es nichts festgefahrenes, deutlich sichtbares an mir gäbe, aber wenn man mich fragte, bist du das, würde ich dankend verneinen.

manchmal denke ich, ich kenne mich nicht selber.

gestern noch war ich einer, den ich hätte beschreiben können, aber dann brach alles zusammen, und das meiste verlor seine einmalige bedeutung, ist es wahr, bist du ganz sicher, dass es wahr ist,  unter dem angriff solcher fragen bleibt nicht einmal ein trümmerhaufen. die wirkliche erfahrung und wahrnehmung des „es bleibt nichts“und dazu singt ein barockes sonett, fegt den tisch blank und nicht einmal der tisch bleibt. ich weiss nicht, ob jemand schon die erfahrung gemacht hat, dass der kontext, in dem man operiert, sich auflöst … (kleinere vorläufige kontexte melden sich dann, manche bieten  sorgenerfüllt an zu übernehmen, sie piesacken dich mit ihrer unausweichlichkeit, die notdurft des lebens halt, aber ersetzen können sie den wegfall in nichts, in gar nichts.)

ich meine, eine ganze welt verschwindet von heute auf morgen. ich sage welt und bleibe dabei. das ist kein als ob und alle wörter, die darin eine bedeutung hatten, hinwiesen auf etwas, fallen hinein in dieselbe dunkelheit und verschwinden.

so sitze ich manchmal da und alles ist weg, nicht einmal die frage, was mache ich hier hat noch irgendeinen sinn und selbst das wort sinn entzieht sich, nichts, an das ich mich halten kann.  gelegentlich, nur so zwischendurch, wie aus den augenwinkeln erhascht, erlebe ich eine befreiung und in der substanz ist es ein verlust, ein nicht mehr, ein vorbei und nie wieder. ein funken, nicht mehr, der glanz eines noch unbekannten.

meine ideosynkrasien erlebe ich keineswegs substantiell, sie haben einen gewissen unterhaltungswert, zugegeben, wie ein salto mit einrad auf einem trampolin, wie ein catwalk über den boulevard,  wie ein wiedererkennen in einer menge und du denkst einen augenblick lang, das war sie.

vielleicht, sage ich mir, liegt es daran, dass eine intime freundschaftsbeziehung, die sehr nah ist und manchmal zu nah und manchmal zu weit weg, ein eigenes subjekt hervorbringt, das bist nicht du, das ist nicht sie, es ist ein dazwischen, in allem, ein hin her, ein fliessendes, ein ruhiger see, ein reissender fluss und dann stromschnellen und manchmal ein fall in ein anderes leben, kleine umwälzungen, revolution,  gemächliche evolution. das sinnliche und das geistige und der gefühle wogen.

ich habe mir nie vorstellen können, von wollen ist nicht die rede, dass es ein ende gibt. man weiss das, aber es ist nur ein abstrakter gedanke, wie der tod einer ist, und dann …

wer bist du danach?

un rescapé.

einer der fällt, und im fallen ist das fallen, aufeinmal, das einzige, was noch hält.

und nun, das scheint fast ein trieb zu sein, dieser menschlichen figur ureigen, die suche, das halbblinde tasten zuerst nach einer identität, das bist du doch, das warst du, das möchtest du, aber nichts davon hält.

du sitzt da und wunderst dich, was war das für einer, der hier lebte, was trieb ihn um, welche dinge zogen ihn an, welche lektüren bevölkerten seinen raum, seine zeit. welche wörter sagte er, um seine welt auszustaffieren, wieviele leben hat er schon gehabt, und du kannst sie noch sehn, unglück und glück, eine schöne erzählung und nichts davon hält.

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27. Juni 2017, das letzte foto von Marie

 

 

 

Zerreißprobe

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erst wenn man sich in das unvermeidliche ergibt…

der rasen bräunt sich, sträucher lassen die köpfe hängen, der kirschbaum trauert. die brise am frühen morgen bei café und zeitung, die schon eingefleischten rituale, die ein simulacrum von ordnung vorgaukeln

was kann ich schon gegen meine bedürfnisse tun, die primären und die „hÖheren“, was, als hierarchie gedacht, von einer bestimmten perspektive aus der dringlichkeit nicht gerecht wird.

und dann die wunschmaschine erst, die vorstellungskraft, die mit mir durchgeht, die innere bilderwelt, halb im schatten, halb im licht.

und, wenn es weh tut, die gier nach lust und lustigerem.

die sehnsucht nach …

und nicht nur die zwei seelen in meiner brust, ach …, nein, die vielen …

kenne ich mich überhaupt, frage ich mich dann, wenn es mich hierin zieht und dorthin und hinab und hinan.

zerreissprobe.

test, wieviel hält er aus.

aber wer testet?

heute, nicht nur manchmal = eine schreibgewohnheit, weil das wort mich anspricht = und überhaupt, finde ich, von hier geht eine furchtbare langeweile aus, furchtbar ist sie, und sie  emaniert aus macht und machenschaften, von den kleinsten an, bei denen man so lange herum druckst, bis man nicht mehr anders kann und endlich die sache heraus rückt, wie man örtlich gerade beobachten kann (mit viel gerede und gefuchtel) bis zu den grössten sauereien, bis man sich am ende fragt, wie tief reicht das hinab und hinauf und in welche ecken und ritzen und durchdringt alltag und beziehungen und das intimste.

das nenne ich furchtbar und furchtbar langweilig.

das uralte untote.

dann will ich weg, trete den rückweg an und suche nach einem andern zuhause.

macht und machthaber, und die taten, jämmerlich, armselig, kleinlich und zerstörend, verstörend.

und immer wieder das gleiche in anderer form und immer jämmerlicher, geschichtsbücher voll davon. nicht homo sapiens, homo horridulus.

dass so etwas zu ende geht, das kann doch nur tröstlich sein.

manchmal denke ich, jemand will, dass das experiment mensch scheitert. und in manchem scheitert es jeden tag. und im besten ist es erfolgreich, auch jeden tag, das ist nicht unbedingt das sichtbarste, das aufdringlichste.

kann man sich an mehr halten als an ein freundliches lächeln.

 

was ist zuhause

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traum: ich will nach hause fahren, in einem gedränge von leuten, aber nicht mitten drinn, sondern eher am rande. viele busse, sie sind schon überfüllt, ich spähe nach dem richtigen aus und am ende verpasse ich ihn. neben mir steht noch ein guter bekannter, dem es nicht gelungen ist, aber im gegensatz zu mir, ist er sehr gelassen, was nicht heute gelingt, wird sicher morgen sein.

leer, freudlos, ausgesetzt fühle ich mich, aufgespannt im nirgendwo, weder hier, wo ich nicht sein will, noch dort, wohin ich will.

aber wohin will ich?

gestern wurde ich wütend, weil jemand mich festzurren wollte, „du definierst dich über Marie“, das ist  der gipfel aller missverständnisse, denn wie immer bin ich auf der reise – nachhause.

mir einen weg dorthin schreiben.

wobei: es ist kein ort, es ist eine innere konfiguration, am ehesten noch die ausgestreckte hand und ich weiss sehr genau, wie ich zögere, wie ich mich schneller im kreise drehe, um meine sehnsucht nach diesem ort nicht zu spüren,  die stärke des gefühls macht mir angst. sie haut mich um.

kenne ich mich so wenig.

so wache ich auf.

es war so viel, so leicht vergisst sich, wusste ich noch, wohin ich will.

zuhause ist eine andere stadt in einer  welt, die ist zuhause, dort  muss keiner sein, damit …,  keine persona vor dem gesicht  und nicht die aufführung eines fremden, den ich nicht kenne. hört dort das vergebliche auf, das angestrengte, jemand zu sein, eine rolle, nur ein spiel und ist es dort regsam und eifrig, aber kein stillstand und keine erstarrung. zuhause ist  der geistige ort,  ist der grund des grundes, warum ich dinge tue und denke und fühle,  der nicht-ort, aus dem die kraft fliesst, in dieses zähe hinein, das sich jetzt nennt, ein leuchten zu bringen.

die ersten schritte ins unbekannte, wann komme ich an, ist nicht die frage, sondern: bin ich auf dem weg. oder habe ich schon resigniert und wird es schon kalt.

muss ich noch sage, was das schlimmste wär.

 

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das ist meine wirkliche erbschaft

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im grunde ist alles gesagt, schon lange, wir sind nur variationen und als solche genötigt, alles aus uns heraus zu holen, was in uns steckt. sozusagen unsere individuelle erscheinung zu rechtfertigen. das ist kein easy business, kein job, das ist eine lern- und entwicklungsaufgabe ein leben lang. das ist der sinn, den wir der veranstaltung geben können. das meine ich ernsthaft.

das heisst auch, das, was uns anvertraut wurde, zu würdigen, es „zu erwerben, um es zu besitzen“. wie man heute sieht, geht das nicht von alleine.

(Miet)Hausbesitzer zum beispiel sind oft, nicht immer, so eingestellt, dass sie, wie es früher hiess, die kuh melken, aber nicht füttern, was heisst sie kümmern sich nicht drum, lassen das haus verlottern, lieber maseratti als ein neues dach oder eine gute infrastruktur für Mieter. eingedenk der tatsache, dass sie der gemeinschaft (gibt es das noch?) etwas schulden, weil sie ohne das soziale umfeld, die infrastruktur, die wirtschaftliche umgebung etc. gar nichts wären. also gibt es aus diesen zusammenhängen heraus, die sehr konkret sind, die verpflichtung etwas zurück zu geben, in der form wenigstens eines bedachtseins auf den guten zustand des hauses, wobei haus auch unser aller haus meint, diesen planeten.

wenn ich sehe, dass leute ihren besitz vergammeln und vorkommen lassen, tut es mir weh. das ist kein respekt.

und da wir auch von unseren visuellen eindrücken leben, ist es  ein mangel an respekt, wenn hässliche bauten lieblos zuhauf  hochgezogen werden. man muss nicht denken, diese reinindensackmentalität habe etwas elegantes, ganz abgesehen von dem sozialen und gesellschaftlichen, in der erscheinung manifestiert sich die antisoziale gesinnung.

ich rede pro domo.

es ist klar, dass die verwendung der begriffe verpflichtung, die aus einem konkreten zusammenhang erwächst, also keine aufgesetzte moral ist für den sonntagmorgen, und verantwortung, die sich ebenfalls daraus ergibt, als zurückzahlung einer schuld an die gemeinschaft, nicht sehr postmodern modisch ist. schuld, das ist doch was für betbrüder und -schwestern oder?

sozialer sinn gar? was ist denn das.

er ergibt sich aus einer nüchternen analyse der sozialen und wirtschaftlichen verhältnisse und realen zusammenhänge. das ist keine ideologie. aber die geldsackmentalität ist eine und keine schöne. die anhäufung von unvorstellbarem reichtum auf dem rücken der gemeinschaft ist eine perversion.

wie ich darauf komme?

aus erinnerung, die als eingefleischte lehre sehr präsent ist. Marie und ich, wir haben uns immer gefragt, was für eine verantwortung erwächst aus irgendeiner art von besitz und ich rede hier nicht von philantropie und almosen. ein patrimoine verlangt von sich aus, quasi definitorisch, das umständliche vorsorgliche bemühen. was, bezogen auf haus, die frage einschliesst, was ist gutes wohnen. gehen tatsächlich alle relevanten erkenntnisse ein in das, was wir tun? die styrodur mentalität, die sich als neuester stand ausgibt, spricht dagegen.

heute sind die wörter sozial, verantwortlich, nachhaltig sehr oft einfach nur austauschbare elemente in einem nicht abreissenden gerede, aber nicht die feststellung einer tatsache. wohnen in grosskleinstein ist keine soziale angelegenheit, keine gesellschaftliche, sondern eine rein finanzielle. das recht auf wohnung ist de facto in frage gestellt durch die horrenden preise, die durch gar nichts gerechtfertigt sind und bestandteil der nächsten blase und krise sein werden.

ich kann es nicht ausstehen, wie heute mit worten umgegangen wird, das grosse blabla: wir können nicht, wir dürfen, wir wollen nicht intervenieren in die kräfte des freien markts. wir haben alles dereguliert, nur in den vorgärten wird reguliert.

wenn demnach besitz definiert ist durch verantwortung und verpflichtung und schuld und diese werden nicht wahrgenommen, dann ist es nur logisch, wenn  die abschaffung des privatbesitzes gefordert wird, aber auch dann gelten die gleichen prinzipien, wer in einem der gemeinschaft gehörenden haus wohnt und sich nicht darum kümmert, hat das, was wohnen heisst, nicht verstanden.

die geltenden masstäbe für die private aneignung von dingen, die sich selber gehören und gemeinschatlich genutzt werden, sind absurd. sie führen sich jeden tag selber ad absurdum.

in der art, wie jemand mit den dingen umgeht, zeigt sich, ob er sie schätzt oder hasst und verachtet.

in der art, wie heute mit der erde, unserm haus umgegangen wird, zeigt sich unsere selbstverachtung und unser selbsthass.

die allertiefste ursache ist der tod. unsere zivilisation ist auf weiten strecken als bunker über dem tod gedacht.

wir haben es nicht begriffen, so meine beschränkte erfahrung und auffassung, den tod, das ende, die letzte grenze in unsere lebensweise zu integrieren. der tod ist ein unfall, zu diesem schluss komme ich jeden tag, wenn ich die zeitung gelesen habe und auf die todesanzeigen gegen ende stosse. dass es diese tode gibt, die angezeigt werden, geht nicht einmal aus einem fitzelchen des vorangegangen hervor. der tod ist eine erstaunliche tatsache, ich bin jedes mal verwundert, wenn die ersten fotos der verstorbenen auftauchen; dann denke ich, jedes mal denke ich das, wo kommen diese tode denn her; dann sage ich auch jedes mal, wir leben, als gebe es den tod gar nicht. als gebe es kein ende, bis wir davor stehen.

aber ich kann nur für mich reden.

was definiert mich? meine sterblichkeit. überall sehe ich das ende. ohne dieses ende gäbe es keinen neuanfang. „der tod ist der schöpfer.“, das ist ein provokanter satz des Malers Karl Ballmer. man muss mit diesem satz nichts anfangen können. man kann diesen satz unmöglich finden. man kann sagen, ich habe mit dem tod nichts am hut.

der tod ist eine sehr konkrete sache, er beginnt mit dem sterben, das dauert monate, dann liegt eine leiche da. das war einmal Marie. man sitzt da und geht fast kaputt. man denkt, man hält das nicht aus. ausgerechnet sie. und dann bricht etwas ab, so dass man wimmert.

da ich das erlebt habe, habe ich auch erlebt, dass es kein zurück mehr gibt in eine illusion, als sei der tod nicht immer dabei, als habe er mit dem rest nichts zu schaffen.

wenn der rauch sich verzogen hat, wird in einer klarheit, die es vorher nicht gegeben hat, höchstens für privilegierte augenblicke, deutlich, überhaupt erst sichtbar, was beziehung heisst; das ist immer sehr konkret, wie auch geist sehr konkret ist, die beziehung zu dieser person, und das, was in dieser beziehung hin und her geht, das produkt sozusagen, das aber nie ein endprodukt ist sondern eben eine fliessende lebendige beziehung. das nenne ich geist. man könnte es auch einfacher sagen, das, was eine beziehung interessant macht und die personen füreinander, die gesamtheit davon, inklusive des sinnlich erfahrbaren, wahrnehmbaren, also auch die entwicklung, sie ist ablesbar daran, ob das interesse lebt.

sowas definiert einen, nicht die andere person, sondern die beziehung, sie ist sozusagen das subjekt. sie ist keine addition sondern eine funktion, eine gleichung.

definiert sich auch der grenzübertritt? denn als solchen habe ich ihren grenzübertritt für mich erlebt, als ein definitives definierendes ereignis, hinter das es kein zurück gibt. nolens volens. ich will auch nicht zurück, das wäre nostalgie. aber auch, weil ich das gar nicht kann. das leben danach ist ein anderes, das andere definiert sich als: es ist dir etwas wesentliches genommen. das neue erleben hat seinen preis, zwar ist deine wahrnehmung gereinigt, zwar brennt der schmerz, zwar siehst du alles leichter, ich meine damit, was vorher so bedeutend war, ist es nicht mehr, überhaupt verliert vieles seine bedeutung und das bedeutende entpuppt sich als leer (das betrifft eine ganze lebensweise), aufeinmal schätzt du das vorübergehnde, das vorläufige, das vergängliche in allen dingen, es verleiht ihnen einen dunklen glanz, eine schönheit, die vergeht, die lichtflecken durch baumkronen auf einem waldweg, das lächeln auf einem gesicht und du bist schon vorüber, die schmerzliche schönheit, der reiz, den wolken haben, sie ziehn, verwandeln sich und vergehn auf einem blauen grund ins unendliche.

am tod zerschellt das gerede wie an einer stahlwand.

ich halte es für absolut vermessen, einen satz anzufangen mit den worten, ich definiere mich über… das ist ein lächerlicher satz.

was ist daran so schlimm, dass der tod einen aus seinen definitionen hinaus wirft.

ich denke mir mein leben mit Marie nicht ohne genau dieses ende. in jedem anfang steckt es schon drinnen, man weiss es, insgeheim weiss man es. dass einem das, was man am meisten schätzt,  wieder genommen wird. und doch wird man es zu diesem über alles geschätzten erst machen, man häuft reichtümer auf reichtümer und ihre verwandlung in eine fähigkeit, eine neue wahrnehmung, tut sehr weh. es bleibt einem gar nichts übrig, als genau diese verwandlung zu vollziehn,  sich vollziehen zu lassen.

ich habe schon einige kleinen tode erlebt, aber das ende meiner beziehung zu Marie übertrifft alle um ein vielfaches.

ich komme zurück an den anfang, was für materiellen besitz gilt, gilt umso mehr für geistigen und emotionalen, das heisst eine lifetime erfahrung, auch dort gilt das „erwirb es, um es zu besitzen“, heute sagt man dafür integrieren, einen schatz, einen unendlichen reichtum. ich gehe zur tagesordnung über, so sagt man doch, das tue ich gerade, denn das ist die tagesordnung.

der erlebte tod des andern enthält definitorisch eine verpflichtung, sich seiner würdig zu erweisen, das ist meine wirkliche erbschaft.

ich schwimme hinaus, weit hinaus und lange und schaue manchmal zurück an den strand, wo ich meine sachen abgelegt habe, ganz früh morgens, wenn die welt noch neu ist und dort sitzt sie und winkt, dort sitzt sie nie mehr, ich weiss das und weiss es nicht, ich tue nicht so als ob, ich weiss, ich bin allein und schwimme hinaus und bin zuhause, in einem schmerz und einer freude, dort vorne, ganz vorne auf den steinen, die ich so sehr liebe, sitzt sie und sitzt sie nicht. und was  vorgeht zwischen hier und dort, das bin ich gerade.

 

 

 

 

 

 

 

 

die müden blätter des kirschbaums

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fast schon habe ich mich vergessen.

jemand sitzt im garten und träumt, er sei ein Baum, ein Strauch und das Gras, das seine füsse berühren. und das leben mit ihr, war es wahr, war es überhaupt und nicht auch ein traum von einem miteinander und wer ist sie, das nie aufhörende staunen an jedem tag.  als sie ging, war der garten leer wie das haus, wie die strasse, der ort und die welt wurde stumm, hörte auf, plötzlich war ein loch gerissen in alles und sonst gar nichts mehr. das erinnert er im schatten des gartens und rundherum der lärm der dinge, motoren und sägen und hämmer und dahinter  nichts, jedenfalls nichts von bedeutung. der garten ist still, ein versinken und darin träumt jemand, er sei ihr begegnet.

wenn die vögel nicht zwitschern würden, die tauben in den birken nicht rascheln, ganz flattrig, dann könnte er denken, er sei nicht mehr da, jedenfalls sei er am verschwinden und auch der garten nur ein ferner traum.

nichts ist sehr wichtig, er stellt sich nicht vor herum zu gehn, bedeutende dinge zu tun, lieber verschwindet er zwischen bäumen und büschen im sommertraum einer versunkenen welt und darin sie, mit grossen augen schaut sie ihn an. das ist, so weiss er noch, das allerwichtigste, sie sieht ihn  an und sie sagt seinen namen. überhaupt ihre augen, ihr mund, ihre hände.

ein traum träumt sich ganz von selber, die blumen so gelb, so weiss und die ersten spuren des sommers im gras und die müden blätter des kirschbaums.

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Im Blau einfach weiter reisen

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Die besondere Variante von Grün, die ich gerade erblicke, geht ins Blaue hinein, andeutungsweise, ein Sprenkel auf einem weissen Blatt. Er dient mir als Schlüssel zu einer Tür und die Form auf dem Papier erinnert auch von ferne an einen Schlüssel, wenn auch einen sehr eigenartigen.

Jedenfalls hinaus aus dem, was gerade ist.

Der Garten füllt sich mit Sommergästen zum Sommerfest, ich habe einmal hinaus gesehen und mich dann, unter einem Vorwand diskret entfernt, man kann sich unsichtbar machen und meine Abwesenheit ist eine Weile unbemerkt. 

Unterdessen studiere ich Wolkenformationen auf  makellosem Blau. Der Sonntag erwacht erst, kaum Verkehr, Stimmen nur aus sehr weiter Ferne, Vogelgezwitscher in den nahen Baumwipfeln, eine leichte Brise macht die Rotbuche gegenüber flimmern.

Ich lasse mich langsam hinein sinken.

Motorne Geräusche, Rauschen, anschwellend, da, genau vor mir und es entfernt sich, verstummt und das nächste. Eine Autotür klappt zu, eine Flasche klirrt in einen Container.

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Ich weiss natürlich, warum ich zögere mich unter die Gäste zu mischen.

Gelächter, Scherze, ausführliche Begrüssung, Gespräche, Leute werden einander vorgestellt, wieder Lachen, Lächeln, die Kinder rennen herum und mitten in allem eine Art Riss im Raum, mitten in der Fülle, nur ich kann ihn wahrnehmen, dort ist die Stelle, an der Marie verschwunden ist.

Nun werden es immer mehr Gäste, der Garten füllt sich, überall Leute und Leben und ich bleibe lieber sitzen, schaue hinaus auf die Wolken, die Bläue und ich weiss, dem festlichen Trubel bin ich heute nicht gewachsen.

Der Sonntag erwacht sehr langsam, Kinderstimmen von der Strasse her. Heute trösten mich die Wolken: Du tust etwas, du blickst wieder auf und schon sind sie neu und ganz anders und überraschend, sie sind das Element, in dem Proteus spielt, sie sind die Wechselfälle in reiner Form, wuchtig und federleicht und gleich schon vergangen und ich der Hans-guck-in-die-Luft.

Man ist so sehr gewohnt, geradeaus und hinunter zu schauen, dass es fast Mühe macht, den Blick für eine Weile nach oben zu richten und sich der Weite auszusetzen.

Wenn ich hinaus blicke auf das Wolkengetüm über mir und in die blauen Fenster darin, fühle ich mich fast gehalten.

Nur sehr langsam wird mir bewusst, wie sehr ich ein Träumer bin und wie wenig ich meinen Träumen nachging, oh, es sind ganz einfache Sachen, am Wasser sitzen zum Beispiel oder ein Wolkengucker sein, auf Geräusche lauschen in alle Feinheiten hinein, unter Bäumen flanieren, nachdenkliche bedächtige  Gespräche führen und eins am andern an Waldsäumen, Wiesen.

 

Der Traum ist kein Muss und er ist kein Soll.

Der Traum ist genau und erinnert alles, am Fuss des Wassers jedes kleinste Kräuseln, jede feine Dünung, jedes Glitzern, Aufblitzen, jedes Glucksen, ein Vogel streicht am Waldrand hin, ein Wind legt  Gras in Wellen, von irgendwoher eine Stimme, sehr fern, und in der Bläue oben die Ewigkeit, keine seelenloses Immerweiter, nein, ein Angesprochensein.

Der Traum inszeniert kein Leben. Der Traum vergisst kein Gesicht.

Der TRÄUMER träumt die Welt ins Dasein.

Der Träumer ist ein Teil des Traums.

Der Traum ist der Hund im Kegelspiel.

Der Traum sieht klar, der Traum schaut in jede Ecke, der Traum sieht um die Ecke.

Ich nenne diesen Teil von mir den Träumer, weil er in der gegenwärtigen Bewusstseins – und Seelenverfassung wie ein Träumer vorkommen muss. Er tut für heutige Begriffe noch nicht einmal das, was der Normalmensch (gibt es den?) im Urlaub tut, denn dort wird weiter getan und gemacht und heftig erlebt, und selbst das sogenannte Relaxen geht nicht ohne Anstrengung oder es ist ein Einsacken, ein Zusammenfallen, hinterher muss alles mühsam wieder zusammen geklebt werden.

Mich als Träumenden am Waldrand zu erblicken, nicht erst nachträglich, sondern im gleichen Augenblick, das ist (nicht war) eine überwältigende Entdeckung. Plötzlich steht der Junge auf dem Kinderfoto neben mir, er lächelt verlegen. Das ist ein Glück. Aber keines, das verfliegt, wenn es bewusst wird, sondern dieses Glück ist genau das: es wird bewusst.

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Ein solcher Augenblick singt.

Ein solcher Augenblick  ist eine Öffnung.

Ein solcher Augenblick kann gar nicht angemessen beschrieben werden.

Dagegen ist alles übrige  Anstrengung und Krampf (wenn ich dies haben will, dann muss ich jenes tun, nichts dergleichen, Windstille hingegen, kein Hauch, einen Augenblick gar keine Zeit, schweben, gar nichts bewegt sich, und nun das plötzliche Erwachen von etwas längst Vergessenem, nicht Vergangenem, auch Zukünftigem, aufgeladen mit es ist und es wird).

Es  war etwas angehalten und nun endlich gerät es in Fluss, nun endlich entsteht eine Bewegung, eine ganz andere, im Zickzack, in Spiralen, auf und ab, aber keine bekannte lineare, aber auch die mitunter, also neben der üblichen, auf einem ganz anderen Geleise,  keinem eingefahrenen, einem, das erst entsteht. 

In die Wolken Gesichter hinein schauen.

Im Blau einfach weiter reisen.

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sowas wie ein gebet

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Was mich heute beschäftigt?

Ich überspringe die kriegstreiberei, das ablenkungsgerede, die auslieferung von Assange, alles der gerechtigkeit dienend, ich staune immer wieder über die imperiale variante von sogenannter justiz und gleichzeitig stehn mir die haare zu berg dabei. Slavoj Zizek hat alles Nötige dazu gesagt.

Immerhin erinnert die morgenzeitung an den zwischenfall im golf von tonkin, der den einstieg der usa in den vietnam krieg rechtfertigte.  golf von tonkin? ja, man könnte sich historisch belehren lassen, wenn man denn wollte.  im krieg der guten gegen die bösen ist eine gewisse konfusion enstanden, wenn jemand ruft, und nun die guten, schreien immer alle hier.

Im mehr lokalen lese ich staunend, dass die stadtegierung  immer schon ziemlich nachhaltig war. die postmodernen politiker* (ein gendersternchen ist das) können, so ist wohl die regel des geschäfts, nicht „normal“ reden, also nicht sehr nahe an der realität, an den fakten, da ist meist so etwas verschwommen verschwurbeltes, eine nebelwand, in die man bei bedarf eintauchen kann, so habe ich das nicht gesagt, vielmehr… das macht die lektüre von interviews mit politikern* (wieder ein gendersternchen) so mühsam und kompliziert, hinterher hat wieder eine* die realität so schön geredet, dass einem fast die tränen kommen. ich frage mich, was hat sie* gesagt und finde das wort lange nicht, so in etwa: nebelsprüher, beileibe nur kein wort, das einen festlegt, also lieber gar nichts, leeres stroh gedroschen. abstreiten, ausweichen ist noch elegant, jedenfalls wegreden, alles ganz anders.  so nicht, so auf keinen fall.

dabei sind die leute* hier im vergleich sehr nett. das musste einfach mal gesagt werden.

also, das wollte ich alles überspringen und mehr ins allgemeine der beeindruckenden wolkengebilde, ja gebirge über meinem kopf gehen und in das unglaubliche gefühl bei nur kurzem hinausblicken auf die bLäue dazwischen, wo befinden wir uns hier. Ich hoffe in allem ernst,  jemand schaut uns zu und schüttelt wenigstens noch den kopf, statt sich schulterzuckend von dieser ecke der galaxie abzuwenden, hoffnungsloser fall, ende.

Er hat wieder einen hypochondrisch-misanthropischen anfall? keineswegs, aber gestern hatte ich ehrlich gesagt die schnauze voll. keine distanz, alles sauer, wir reden nicht mal von leiden, man kennt das, es kann überwunden werden durch nichtanhaftung, loslassen, die gier, den wunsch, das habenwollen, das sein wollen, das gemochtwerden wollen und du gehörst doch dazu, ganz zu schweigen von tod und den gebrechen davor und den ängsten, den flankierenden. und die fragen erst, macht es sinn und die suche danach und die aufgabe, was mache ich hier, braucht noch jemand mich.  die suchmaschine  gibt sich zufrieden mit gar nichts, du denkst, du hast einen zipfel des existentiell zentralen erwischt und morgens beim aufwachen ist es schon weg, hat sich über nacht verdünnisiert, aus dem staub gemacht und du… du fängst wieder von vorne an.

Also es ging überhaupt nicht darum. jedenfalls nicht hauptsächlich, ich meine, das ganze dolle paket läuft natürlich immer im hintergrund mit und es bricht gelegentlich daraus hervor wie eine meute kläffender kleppse, aber darum ging es nicht. wahrhaftig. und ernsthaft nicht.

Das problem ist, auf einer höheren stufe der bewusstseinsentwicklung, einer moralisch gestützten, dürfte sowas eigentlich,  gar nicht passieren, sowas wie ich habe die schnauze voll, da steht man doch längst darüber. Ich höre manchmal solche sätze.

Der ausdruck gibt sofort preis, dass darin nicht eine stinknormale (wirklich?) flemme steckt, es handelt sich eben nicht um einen anfall der  kopfhängenden melancholie , sondern es schwingt eine eindeutig aggressive note mit, ein ihr könnt mich mal und mir den buckel runter, wenigstens eine pikante prise davon.

Meist gehe ich dann in den wald, die bäume sind so freundlich und ich strecke die waffen. der raum ganz erfüllt von dem schweigen mit Marie,  den Schritten von Marie neben mir und das versteht sich von selber, das muss nicht extra gedacht und gesagt werden.

Gestern war das nun wieder ganz anders, irgendwann bin ich aufgestanden, ebenfalls ohne lange nachzudenken,  habe die gartenschere geholt und schon tauche ich in die arbeit ein  und der letzte rest zorn verfliegt, was dann passiert ist zwischen mir und den hochgewachsenen büschen am eingang. 

das sind die momente, in denen alles präsent ist, jede minute mit marie, aber auch sonst alles, alle leute*, die ich kenne und kannte und alle erlebnisse  und alles schweigt und geht nur in das tun, in jeden einzelnen handgriff, jeden blick und am ende hat es eine sichtbare form.

Amen

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aber ihre stimme

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dann warte ich auf ein zeichen. ein zeichen? irgenddeines, ein ächzen im dachgebälk, eine brennessel am weg, ein vogellaut, eine stimme von irgendwoher, ein windstoss, der schüttelt den baum vor mir, irgendetwas beredtes, das mich aus meinem verstummen heraus holt, das mich anrührt, rüttelt meinetwegen, irgendein zeichen, dass ich noch lebendig bin und nicht rutsche in einen stummen protest gegen alles.

man kann mit angst geld verdienen und macht bekommen und halten, ich suche nach einem lächeln, das mich zurückholt aus dem lande nirgendwo und nichts und was hält mich am leben, aus dieser frage auch, denn die antwort ist, alles hängt an einem dünnen faden.

manchmal werde ich zurück geworfen auf rudimentäres, elementares auch, essen und schlafen und gehen, aber frag mich keiner, wohin des wegs.

nichts hast du im rücken, sag ich mir, weshalb die meldungen vom tage mich treffen, als sei alles sehr nah.

und dann verstehe ich nie, dass das leben einfach so weiter läuft, dass keiner deutlich halt schreit und alles ändert die richtung. was diese gegenwart mir abverlangt, ist einfach zu viel, nicht einmal mit freude kann ich oberflächlich sein, weil das meiste schon so ist, glitzernde, scheinende oberfläche und die tage plätschern dahin und dann lese ich irgendwo die schlagzeile, der zivilisatorische zusammenbruch sei für 2050 zu erwarten. und: genug warnungen hat es schon in den siebzigern gegeben.

alles hat den geschmack des unwirklichen.

nur die imposanten wolkengebilde, gejagt von winden, und die geschüttelten, heftig tanzenden baumkronen scheinen mir real und die windgeräusche auf dem dach und ein lachen im haus, schritte auf treppen.

an solchen tagen kann ich nicht aus dem haus, ich habe angst mich zu verlieren und nie mehr nach einem zuhause zu finden.

an solchen tagen brauche ich etwas im rücken, dann sind alle herumirrenden mir näher als sonstwer, dann verstehe ich alle sprachen, nur die nicht, die um mich herum gesprochen wird.

dann sässe ich lieber auf den felsen am meer und schaute in die weite, dann sind die sanften geräusche des wassers das einzig wirkliche und die hügel und die steine am pfad.

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eine wiederholung habe ich erlebt, als sei sie dort zwischen bergen und meer jetzt erst gestorben und selbst im weiten fühlte ich mich eingeengt und der schmerz war da wie eh und je, aber seltsam, der schmerz vor allem, dass ich diese stimme nun nie mehr höre. so sass ich zwei tage und horchte hinaus und fand sie nicht, bis ich dachte, das wird nun immer so sein, an diesem ort, zwischen bergen und meer, nie mehr ihre schritte, nie mehr ihre stimme.

zuesrt denkt man, das hälst du nicht aus und doch bist du schon dabei und du gehst die alten pfade, du sitzt auf den felsen und schaust in die weite und in dieser schönheit ihre stimme nie mehr, nie mehr ihre schritte.

aber alles sehr hart an der grenze, wo du nur noch rennen würdest.

in diesen zwei tagen hatte ich auch das lachen verloren.

und ich fand es schlimm, dass ich ohne ihre stimme weiter leben kann, keiner mehr, der mich in diesem tonfall fragt, wo in der welt ich herum schwimme.

nach einer abrundung suche ich, einer wendung ins optimistische, noch sitze ich in gedanken am meer auf den felsen und schaue ins weite und ich höre, wie die leichte dünung sich an den felsen bricht, wie es plätschert und wispert.

aber ihre stimme höre ich nicht.