man weiss nicht so recht

“beginne zu schreiben“, sagt das programm und ich tu’s, ganz gehorsam. nur bedeutendes?

dabei bin ich eher verwirrt oder zerstreut in alle himmelsgegenden sozusagen und meine metaphorischen ausfälle sind auffällig schief.

dabei ist der garten völlig in ordnung und die gärtnerin am werk, am nistkasten rege tätigkeit und am futterplatz ebenso, blaumeisen, gimpel, amseln und stare, einmal ein eichelhäher und elstern, natürlich elstern, frech und unverschämt wie sonst auch.

und die farben stimmen, das gelbliche frühlingsgrün, rosa und weiss und gelb und die drei birken windbewegt und fein ziseliert verwuselt die gemeinsame krone.

schnelle lektüren über die wirtschaft, ausblicke, worst case szenarien und prophezeiungen oder eher: hoffnungen (vernunft gestützte), das ende des neoliberalen und eine solidarischere zukunft?

eine schwarze katze streicht durch den garten.

man weiss nicht so recht, wie man sich fühlt. aber die frage, wer wird die rechnung begleichen, geht nicht aus dem kopf.

was für reserven hat man? welche kräfte schlummern noch, unentdeckt?

ich schaue dem garten zu, wie unter dem changierenden licht die farben sich mit verändern, wie die kirschbaumblüten blasser werden, die büsche grüner, das gelbgrün, das mich am frühling enzückt, und das sanfte wiegen der birkenästchen im wind. der dunkle waldrand steht still und darüber das licht, blassrosa.

was tut man den ganzen tag?

ich habe seit tagen keine musik gehört, begnüge mich mit den einfachen geräuschen, stimmen von fern, vogelzwitschern, das rascheln der blätter unter den füssen, ein rauschen weit weg, ein verlorenes auto, elsterkeckern. vom radio halte ich mich fern.

ich müsste wieder was lesen, das denke ich flüchtig, wenn ich an büchern vorbe igeh, aber das war es dann auch schon wieder. ich bekomme beim lesen angst, ich könnte was verpassen. nur was ich verpassen könnte, bleibt im dunkeln.

vielleicht liegt es daran, dass sie „vorher“ geschrieben wurden, meine bedenken, sie könnten den jetzigen zustand nicht erfassen, aber genau danach suche ich, nach ein paar sätzen, die adäquat schildern, was wir nun erleben.

denn, ganz unerklärlich, gibt es aufeinmal ein wir.

ich vermute, dass ich so angestrengt horche ( ertappe ich mich immer wieder dabei), weil die meisten gewohnten geräusche weg sind, und ihre abwesenheit erinnert jeden augenblick an die ausnahme, die nun normal wird und es doch nicht ist. und nie wird.

mir fallen die scifi geschichten von Doris Lessing ein. sie sind mir genauso wichtig, wenn nicht wichtiger, als die von Asimov. ihr leitfaden ist die ausnahme.

in meinem fensterausschnitt gegen achzehn uhr eine letzte strahlende beleuchtung , eine häuserfassade glänzt, die birken erstrahlen, das rauschen der fontäne im nahen park, moduliert vom wind, der garten verzaubert im abendlicht. je me rince les yeux.

es passiert sonst nichts, im haus ist es still, und nun: meine aufgeregtheit. als sei eine tiefere schicht freigelegt worden. mir wird klar, sie war schon die ganze zeit da, als eine nagende, lästige präsenz. eine unruhe unter allem, immer am rande. immer dabei.

und es liegt nicht daran, dass ich alleinsein nicht vertrage.

der beobachterposten ist in den tagen nicht sehr bequem. sich selber zuschaun, wie man doch etwas verstört herum sitzt und geht, wie man sich keinen rechten reim machen kann auf nichts, wie man die feinen veränderungen in den sozialen medien, die leichten stimmungsverschiebungen in radio und fernsehn etwas besorgt registriert, ein deutliches beben überall. aber man kann sich nicht heraus ziehn und die öffentlichen versicherungen und erklärungen haben nur eine sehr schwache beruhigende wirkung. man ist hellhöriger als vorher, lauscht auf zwischentöne, bemerkt selbst kleine wechsel in mimik und gestik, auch misstrauischer ist man, reicht die eigene urteilskraft aus für den fall, hält die vernunft. ist das, was wir tun, konsistent.

manchmal vergisst man sich ganz.

könnte ich was tun, sagt man sich, ausser nichts zu tun oder alles zu unterlassen, was ja auch schon was ist, dann wäre es einfacher. aber wäre es das.

bei einem kurzen spaziergang der gedanke urplötzlich: liegt es nicht nahe, dass die stimmung kippt und sich irgendwann gegen die alten richtet. dass man sagt oder denkt (zuerst und zuerst klammheimlich), dann gäbe es einen risiko- und kostenfaktor weniger (langfristig). so war doch das eingefahrene denken noch gestern, die kostenfrage als lebens leitlinie.

es gibt überlegungen zu pandemien, die sind nur kaltschnäuzig und zynisch.

ich traue dem frieden nicht, das ist es. (ich meine das global und integral, bis zum beweis des gegenteils). natürlich: es gibt optimistischere stunden, aber dann sage ich mir auch, ungeschoren werden wir hier nicht hinaus kommen.

während die beleuchtung draussen ins eindeutige rosa zielt und die birken sich orange färben.

vor zwei tagen bin ich achtfacher grossvater geworden, kind und eltern sind wohlauf. mein eindruck davon ist rein virtuell, wie ich auch meine enkelkinder überhaupt vermisse. ich überlege, wie wir eine unsinns videokonferenz veranstalten könnten. ich lasse mir ungefährlichen (andere nicht gefährdenden) unsinn nicht ausreden.

man verlegt sich auf schwarzen humor. das ist die art, die noch funktioniert, auch wenn es schlimmer kommt.

ich wünsche mir eine zeit, in der es möglich ist, in frieden alt zu werden, vielleicht, als luxuriöse zugabe, eine zeit, in der altsein nicht bloss nur noch ein kostenfaktor ist.

denn: entschlossenes träumen ist doch wohl noch erlaubt.

über dem waldstreifen steht ein rosa licht, der garten hüllt sich in schweigen.

im risiko ein weiteres risiko

die suche nach einem einstieg in sowas wie ein tagebuch, tägliche befindlichkeit, aber dann die frage, was soll das.

gefühlslage schwankend. wie die zahlen. heute morgen.

ich habe kurz nach dem aufstehn einen bericht über die lage in Bergamo gelesen.

irritierend das gewoge von meinungen, statements und „es fehlt an evidenz“. der zusammenhang von ökologischer verheerung und viralen überfällen.

mir geht die wortmunition aus, was bleibt noch zu sagen: ich sage mir, bleib zuhause. schreiben als tägliche (meditative) übung.

musik hören: ebenfalls. lesen. reden.

die explosive kraft des japanischen kirschbaums: rosarote tupfer in der leichten brise am morgen. ein autogeräusch als störung. taubengurren. de poufank schléit.

die stunde der wichtigtuer geht zu ende.

der ton der debatten verschiebt sich, ins leichter irritabile, ja, aggressive und bei andern verflattert das denken, verliert seine konturen, franst aus, war noch nie fest und klar, das zeigt sich jetzt.

dass eine art kritischen misstrauens noch immer und gerade jetzt angebracht ist, aber dass der mangel an evidenz  manche in denksümpfe (ver)führt.

es gibt rätsel. ungeklärtes. punkt.

hofft man vergeblich, dass nun das grosse nach – denken erfolgt, das epimetheische „besser spät als nie“?

ist kritik noch erlaubt? ist die zeit der kopfnicker gekommen? darf man jetzt nur noch zustimmen?

ich kriege den aktuellen zustand am besten zu fassen, wenn in filmen oder reklamen leute sich umarmen, hände geschüttelt und waren angepriesen werden, darunter reisen, autofahrten und geräte, deren zweck einem zunehmend rätselhaft vorkommt.

es ist nicht ganz still, aber die technischen geräusche stechen auffallend heraus.

das café trinken als fast einzige überlebende gewohnheit.

ich verordne mir nur noch eine liveticker séance pro tag.

(gestern daran gehangen wie am tropf, zahlen als offenbarung wovon, die botschaft klingt orakelhaft. der experte sagt, es sind fünfmal mehr, aber wieviele es sind, das weiss er nicht, es könnten mehr sein, sagt er. hoffentlich nicht. sagt er. sagt der andere experte auch. sage ich.)

fc9d8177-434f-4314-97b6-801745529811-801-000000e528741b18_file

ich stelle bei mir mehr gemeinsinn und mehr egoismus fest, als ich vermutet habe.

kann man zugleich dinge tun wegen sich  und den andern?

aus einsicht?

ich entdecke in meiner fürsorglichkeit mein bedürfnis fürsorglich zu sein.

ich gebe zu, es ist egoistisch.

es  tut gut, sich um jemand zu sorgen.

heute morgen die leerstelle gefühlt: mein zynismus ist abgereist.

ich habe meine tote vor mehreren tagen um rat gebeten, ich habe den zweifel herzlich eingeladen, ich habe nach kräftiger erschütterung meiner entscheidungsfestigkeit gerufen, ich habe im traum darauf gewartet, ich war auf alles gefasst, zum beispiel auf  eine längere klausur, klosterhaftes allein. aber morgens war der willen unerschüttert

der schub einer festen entscheidung.

schon ein paar tage vor dem ausnahmezustand höre ich mich sagen,  wenn es soweit ist, ziehst du zu mir oder ich zu dir.

danach kamen die zweifel. danach die entscheidung.

das erleben von unausweichlichkeit. wie ein ruck. erkenntnisklarheit. deutliches denken. fester boden unter den füssen.

ich bin (vorläufig, aber was heisst heute schon vorläufig) umgezogen und schaue gerade auf gärten, bäume und fernere häusersilhouetten, dahinter eine dunkle waldlinie, die sonne scheint, unten im haus vertraute schritte, alltagsgeräusche. ein deutlicher bezug.

was schön ist, ich weiss nicht, was daraus wird.

im risiko ein weiteres risiko: eine neue lebensform.

 

 

 

 

das bekannte ganz fremd

 

DIE STILLE.

man horcht schon etwas misstrauisch.

aus den gärten hinter dem haus kinderlachen und -geschrei.

risikogruppenfeeling.

in den tag hinein leben, der eindruck, die alltagsstruktur sei weggebrochen, aber gab es sie überhaupt.

gestern morgen ein erster claustrophobischer anfall: ganz zuhause bleiben?

dann entspannung, die enge macht hysterisch, lass es, sag ich mir.

natürlich vermisse ich meine enkelkinder, die kleinen anarchisten.

die autogeräusche kommen einem gedämpft vor, wie sehr weit weg.

der frühling ist ausgebrochen, fast unbemerkt.

ich habe keine regale geplündert, aber meine ansteigende hysterie: wie gefangen in einer art wachalptraum: amüsiert mich gar nicht. ich mache zur kompensation zynische witze, rege mich auf, sind die über 70jährigen nun abgeschrieben.

die pressekonferenz von regierungschef und gesundheitsministerin: die frau hat format, jedenfalls nach der art zu urteilen, wie sie redet.

natürlich denkt man jetzt öfter an den tod. aber: hatte man ein leben, ich meine, ein konsistentes, ou bien, est-on bourré de regrets, alles, was man hätte tun wollen, jedoch nicht getan hat. „hätten an haten, waren zwou aarmer stadten.“

wie schnell ein leben kippen kann, hat man (ich) gewusst, erlebt, es haut einen um, wie alles aufeinmal nur noch duster ist. aber eine ganzes gesellschaftliches gefüge in einer akuten krise wie dieser, wie geht das weiter: ist neugierde noch eine erlaubte einstellung.

dann denkt man an die verletzlichkeit der globalisierten struktur.

die ersten stimmen, was man daraus zu lernen hätte. warnungen vor dem (wirtschaftlichen) kollaps.

wie resistent:resilient ist eine moderne gesellschaft.

in die stille hinein auch viel gerede. klugscheisser geschwätz.

agaçant.

die hysterie der permanent aktualisierten fakten, heute sind es …

ich sehne mich nach dem meer, der weite des horizonts. dem changierenden blau. kiesel unter den füssen.

oder doch lieber waldeinsamkeit? eremitenallüren. bedächtiges, nur noch hören und riechen, waldboden, frühlingssonne auf kahlen ästen, fallholz, abseits von den pfaden an einem hang, zwischen schwarzen stämmen das gleissende licht des flüsschens, moosiges wurzelgeflecht, blätterrascheln, erstes zartes grün, knospiges.

seltsamer optimismus: man hatte ein leben und was für eines, kräftig durchmischt, nun: jeder tag eine gnädige zugabe. resignation und aufbegehren. fuck it allüren.

hinein horchen in die stille: wie geht es den andern.

und wie ist es um das seelische immunsystem bestellt: was bewirkt die erfahrung, dass ein angeblich stabiles system von einem tag auf den andern in die ungewissheit kippt. lebensangst, weil die dinge nicht so sind, wie man angenommen hat? heilung von einer illusion oder angstneurose? panikattacken?

beruhigendes kindergeschrei aus den gärten. über allem ein helikopter. vogelgezwitscher. sonne im hinterhof.

was lerne ich gerade über mich?

ich hole noch einen café.

fatalismus und lebenslust. gesteigerte wahrnehmung: alles farbiger, intensiver. wie schön die stimmen aus der nachbarschaft. seltsames gefühl des verbundenseins.

die sonne auf den fassaden gegenüber: wie gemalt, wie aus einem traum. das bekannte ganz fremd.

 

die gegensätze sind vorbei?

„wer ohne fehl ist, der werfe den ersten stein.“ man kennt den satz.

dessen eingedenk, dass ich nicht „ohne fehl“ bin, muss ich mich doch ein wenig aus dem fenster hängen.

vielleicht hat es mit dem regen zu tun oder mit dem zuhören, dem längeren zuhören, wenn frauenstimmen sehr laut werden, ja, zornig, ja, wütend, wie kürzlich. das sind noch immer jahrtausendstimmen, die von einer geschichte reden, die weder glorreich ist noch lustig.

beim zuhören, beim genauen längeren hinhören höre ich dieses uralte immer noch mit. es ist nicht einfach weg, es ist nicht einfach eingesargt in etwas, das man „geschichte“ nennt, es ist nicht vorbei und erledigt und dokument für die historischen spezialisten. ich kann beim besten willen „geschichte“ so nicht  lesen, sie ist immer noch im gleichen raum, sie ist nicht weg, weil etikettiert  „vergangen“: damals wurden die frauen …, aber heute …

das höre ich jetzt aus den lauten, ja frechen, ja unverschämten (endlich keine scham mehr) stimmen heraus, aus den lauten, schrillen und zornigen stimmen und es geht noch weiter, es ist nicht vom tisch.

ich habe keinen kommentar dazu auf vorrat, ich sage bloss, dass ich es höre.

ich muss mir nicht sagen, jetzt hälst du besser die klappe, jetzt bist du still und hörst zu. das hinhören, das genaue, ja, leicht aufgeschreckte hinhören geht von selber.

was ich höre, redet von mir, auch von mir. niemand sagt, du bist aus dem schneider. aber das hinhören kann ich nicht lassen. und hinhören genügt nicht nur in diesem fall völlig, ich muss mir nichts ausdenken, muss mich nicht fragen, was ficht die denn an.

ich halte die klappe, ich bin kein versteher. ich begönnere nicht gern. es ist aufrüttelnd genug. ich muss dem gehörten nichts hinzu fügen. ich muss nicht sagen, es passt mir, es passt mir nicht. es ist nicht immer angenehm.

warum ich dann doch was sage?

wegen der  warnrufe, wegen dem aufruf zur „mässigung“, weil die „gemässigten“ verschreckt würden, weil das schreien zu laut sei und die parolen zu radikal, weil man doch geglaubt habe, die gegensätze seien nun vorbei, weil man doch jetzt gleich sei und alles eins. weil man nicht verstehe, dass jetzt wieder gegensätze „aufgebaut“ würden, weil jetzt begonnen würde, die männer zu diskriminieren,

weil man doch bitte trennen solle zwischen werk und autor und mensch, weil Heidegger eben ein grosser filosof sei und „die schwarzen hefte“…, nun ja, „die schwarzen hefte“ und Céline eben ein grosser romanschreiber und sein virulenter antisemitismus…, nun ja, was ist damit, was sagen wir dazu. der künstler als „privatmann“?

es gibt auch frauen, die das sagen.

es gibt aber auch frauen, die dann den raum verlassen. denen danach gesagt wird, ihre karriere sei nun beendet.

sie sollen nicht so laut schreien, sie seien zu radikal, wird ihnen gesagt, das verschrecke die „gemässigten“.

ich kann mich persönlich an zeiten erinnern, in denen man den satz schon gehört hat.

vielleicht ist nun doch der moment gekommen, in der man nicht mehr nach mässigung ruft, sondern nur noch zuhört, einfach aufmerksam hinhört und das gehörte meditiert, überhaupt zuhören als meditation. bis der groschen fällt, das lichtlein aufgeht, das brett sich löst.

ich rede von mir.

img_3666-1
Marie de Bourgogne ou la la fragilité des jours von Marie-Françoise Barbot

 

 

 

 

 

 

 

streifzüge

mit grossem genuss drei sachen gelesen, das neue buch von Handke (auf einem seltsamen rachefeldzug), Karl-Heinz Ott über „Hölderlins Geister“, zeitgenossen, geistesverwandte, solche, die das auch fälschlicherweise annahmen, seltsame nachbarschaften (vereinnahmung von rechts), eine reiseflucht von aperçus, amüsant und ironisch (ich kann Ott nicht überall hin folgen) und nicht zuletzt Andreas Rumlers buch über Brecht und Feuchtwanger im Exil („Brecht“: der name einer literarischen produktionswerkstatt mit vielen beteiligten).

da ich keinem zeitrahmen folgen muss,  führt die lektüre in die nächte hinein, bis es nicht mehr geht. bewegte träume daraufhin, meine geschichte in fremdem gewand, lektürennachhall.

gestern in der sonne hinunter ins zentrum durch die parks der stadt und von dort unter der brücke ins baustellenviertel, ein wenig wind hatte die strassen geleert, aber es war nur halb so wild. nach dem café an meinem lieblingsort in der kleinen seitenstrasse dann hinaus in den regenbeginn und von dort eiligen schrittes, aber doch nicht panisch, es war schon kein nieseln mehr, in die neuen läden am boulevard über vier stockwerke, zum einkauf eines regenschirms, sturmsicher, sagte mir die verkäuferin, und nun voller erwartung in den kräftigen regen mit sturmböen an den kreuzungen, am glacis musste ich definitiv den schirm einklappen, der wind riss ihn weg und nun gemessenen schrittes (im regen, mittel bis stark) den weg hoch nachhause, bis die einkaufstüten aufgeweicht waren und ich den inhalt vom gehweg aufklauben musste.

bei solchen gelegenheiten stelle ich fest, dass ich ein alt gewordenes kind bin, es freute mich, als ich den schirm in sicherheit bringen musste, nun stand fest, ich würde richtig schön nass werden und als der regen mir heftig ins gesicht fuhr und die hose durchnässt war, musste ich lachen, herzhaft lachen. es war unwiderstehlich. so wie jüngst, als es schneite und ich den gehsteig räumte.  es begann als gluckerndes lachen im bauch, dann stieg es hoch und ich lachte, dass es mir fast das gesicht zerriss, reine freude über den schnee, nach dem ich mich gesehnt hatte. 

erinnerung an eine rätselhafte frau, im traum, ist es ein traum, gehen wir durch eine unbekannte landschaft und reden, so sehe ich uns.

beim flanieren durch die stadt die freude an allem gesehenen, am schauen selber, am gehen, an allen begegnungen, an allen gesichtern.

baustellenverfremdungseffekt.

die stadt wirkte fast unbekannt, neue wege ergeben nicht gekannte perspektiven und verwunderung, war ich schon mal hier, so, auf die weise.

wenn jemand in einem buch das leidlich bekannte nicht unter einem mir noch  fremden blickwinkel zeigt, dann klappe ich das buch zu. das geistige als landschaft, in die man hinein geht und überm gehen weitet sie sich. manchmal auch wie bei der lektüre von Ott, ein weiter heller  flur mit fast unendlich viel türen und an jeder eine freudige spannung, was befindet sich dahinter.

in der zeitung das interview mit Myriam Leroy („Les yeux rouges“) und dort die versicherung, sie komme seit einem jahr ganz gut ohne die sozialen netzwerke aus. klingt doch hoffnungsvoll oder?

was ist melancholie

hb_43.106.1

und dann beginnen wir von neuem. fangen den tag an, als ob nichts wäre, lesen nachrichten und tun so, als erschräken wir nicht, trinken kaffee und denken nicht an die, die ihn angepflanzt haben, wir gehen die strasse entlang und haben alle vergessen, die diese häuser einst bauten. leute gehn mit hunden vorbei, manchmal bücken sie sich, kramen in plastiktüten,  katzen streunen herum, an einer ecke  der stadt sitzt einer, sitzt eine und bettelt und der himmel ist grau, in der nacht hat es geregnet, oder die sonne scheint und manchmal fahren autos vorbei, das ist schon verwunderlich, aber es ist sonntag. und überall diese seltsame ruhe vor dem montagssturm.

ich finde das alles nicht selbstverständlich, nicht einmal alltäglich, sowieso halte ich es nicht für normal, was ist normal, frage ich, was ist selbstverständlich.

wenn ich mit anderen menschen bin, dann spüre ich die fremdheit ihres lebens, sie sprechen, sie bewegen sich, sie gestikulieren und was sie sagen und wie sie sich geben, deutet darauf hin, dass sie jüngst, ich meine in den letzten jahren, vielleicht dem letzten jahrzehnt, keine unterbrechung erlebt haben, kein aus ihrem gewohnten hinaus gesetzt werden, kein hinaus geworfen werden, sondern einen kontinuierlichen fluss.

ich spüre es an dem gefühl, das in ihren wörtern und sätzen steckt, in ihrer art zu sitzen, in ihren erzählungen; es ist ihr gefühl, das anders ist, ihr optimismus, ihr impetus, ihr antrieb.

und was haben sie für pläne? habe ich pläne? wenn es einen unterschied gibt, ich meine einen unterschied von bedeutung, dann mache ich ihn fest an diesem unterschied, einem unterschied, den ich als welt erlebe, dort draussen, bei den andern, die, offensichtlich, das spüre ich, denn es trifft mich, eine andere welt bewohnen, eine welt des ohne wesentliche unterbrechung fortlaufenden lebens, von gewohnheiten, fest installierten, und einer bestimmten art zu plaudern, einer art zu lachen, zu lächeln, geschichten zu erzählen, geschichten ihres anderen lebens, die alle, aber auch alle darauf hinaus laufen, dass keiner von den redenden, gestikulierenden, lachenden und lächelnden, niemand von den geschichten erzählern aus seiner welt der selbstverständlichkeiten hinaus befördert wurde. gegen seinen willen meine ich, ungefragt meine ich, gewaltsam also und unter protest. manchmal verstehe ich alles, was sie sagen und doch verstehe ich gar nichts. denn ich fühle mich, gegen meinen willen, ausgeschlossen. und ich weiss sehr genau, dass keiner von den anwesenden mich ausschliessen will, im gegenteil und ihre freundlichkeit ist ohne gleichen.

nie spüre ich dermassen, dass ich in einer anderen welt gelandet bin, als wenn ich mit menschen zusammen bin, die auf eine kontinuität ihres lebens setzen können.

Edvard_Munch_-_Melancholy_(1893)

ich habe nämlich keine pläne, ich beginne so langsam mich in einer neuen welt zu orientieren, in die ich gegen meinen willen geraten bin, ich habe kaum orientierungspunkte, ich bin desorientiert, ich schwanke, ich zögere, ich lebe für den tag, in den tag hinein, hinter mir klafft ein abgrund, ich kann nicht zurück, ich kann nur nach vorne, hinter mir ist dunkelheit und oft erblicke ich vor mir ein zwielicht. es ist das zwielicht eines gloomy jahrhunderts, erfüllt von tausend und abertausend schreien und stimmen, manchmal will ich nur noch weg, manchmal bin ich nur fremd in dem fremden, manchmal will ich nichts hören, nichts sehen, nichts spüren, manchmal scheint die sonne, manchmal leuchtet das wintergrün unter den bäumen.

wenn man mich fragte, wer bist du, was das gleiche wäre, wo bist du, dann würde ich von einem ort reden, der verlust heisst, von einem schwarzen loch, das ein leben, das meine pläne verschluckt hat, ich erinnere mich noch an das gefühl dieser pläne, an das, was ich tun wollte, an das gefühl freudiger erwartung, an die neugier, was noch kommt, an die bereitschaft, vor allem das, ich war bereit, mich einzulassen, mich zu stellen.

aber es ist nur eine erinnerung und die verschwimmt zusehends.

wenn die frage gestellt ist, und was haben sie für pläne, nicht erst dann habe ich die gesellschaft schon verlassen, ich meine, alles lief schon von beginn an auf diese frage zu, was haben sie für pläne, bei allem was gesagt und erzählt wurde, waren die plâne anwesend, alles, was schon getan war und alles, was noch getan werden würde und ich sitze noch da, nicke, sage auch einige sätze, sage, ich habe keine pläne, da bin ich schon um die nächste ecke, während ich noch da sitze und gleichzeitig ist schon das meiste von mir hinaus und alleine in der kalten luft und immer weiter weg, während ich noch, etwas verloren, so tue, als sei alles normal. alles wie üblich und alles geht weiter, wie normal, mit diesem anschein.

manchmal habe ich den eindruck, morgens beim erwachen, ich fange bei null an, jeden tag fange ich wieder bei null an.

man könnte auch sagen, objektiv gesprochen meine ich, mit einem gewissen neutralen abstand betrachtet, seelisch hängt der ja in der luft, der verspürt das altvertraute gefühl einer kontinuität nicht mehr, der hat sich  verloren in einem niemand- und nirgendsland.

man könnte auch sagen, es ist eine reduktion, ich sitze da und spüre wie ich in eine tiefe gerate, eine schwere eines innen, das mich stumm macht, in einem stillen zimmer allein. dieses zimmer ist gefüllt mit abwesenheit. weil man das halt so tut, gehe ich hinaus, gehe ich in den wald, gehe ich zum bäcker, in den laden gehe ich, zum café trinken gehe ich, manchmal stehe ich auf und gehe in die stadt, betrete läden, befühle stoffe, blättere in büchern, sitze am fenster eines cafés und sehe hinaus, sehe den passanten zu, schaue auf hosen, auf jacken, denke, der hat einen guten geschmack, hat keinen, hat einen seltsamen.

ich gebe meinem zustand einen namen, nenne ihn exterritorial, nenne ihn neue welt, nenne ihn melancholie, eine ganz andere, eine allumfassende.

du siehst so aus, als hätten die hühner dir das brot weggepickt, sage ich dann zu mir selber, du siehst bei den andern alles, was du nicht mehr hast, sage ich dann zu mir. ist es neid, frage ich mich dann, und die antwort ist, nein, aber es ist etwas ganz fremdes, das mich entfernt, sofort bin ich tausend kilometer weit weg, in einem anderen land, dort scheinen andere sterne, dort sind die tränen getrocknet, dort sitze ich mit meiner melancholie.

ich vermisse keineswegs die intensität, es ist die gleiche wie vorher, jedenfalls ist es eine verwandte, nur hat sie sich umgesetzt in eine neue verlust melancholie, eine abwesenheits melancholie, eine das ganze vorherige leben ist weg melancholie.  wir

Accademia_-_La_Meditazione_by_Domenico_Fetti_1618

leben in der gleichen umgebung, denke ich dann, erlebe ich dann,  und doch in ganz verschiedenen ländern des lebensgefühls. bei jedem gesagten satz wird das deutlich, beijedem nicken und lachen und lächeln, die kommen aus einem ganz fremden land, denke ich dann, fühle ich dann und dort kann ich nicht hin. selbst wenn ich wollte.

das ist kein gefühl, das man liebt, so auf anhieb und nimmt es mit, gerne nimmt man es nicht mit und wenn man läuft, es ist immer schon da, wenn man das ziel erreicht.

haben sie pläne und welche, wenn sie welche haben. keine, bin ich versucht zu sagen, es sei denn … aber das ist kein plan, das ergibt sich, das hat sich ergeben, nun ist es so, dass  ich mit ihr sitze,  mit ihr gehe und  stehe, mit meiner melancholie und sie ist tief,  unergündlich, meine melancholie.

 

 

 

egoismus?

Ich lese gerade was über die boomer, die angehörigen meiner generation. die, nicht alle, kommen nicht gut weg, waren hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, selbstwirklichung und so und individuell, natürlich.

Wennn es denn so wäre. individuell, darunter verstehe ich was anderes, und  selbstverwirklichung, jedem sein kleines licht, das langsam dämmert,  ist in die selbstoptimierung gemündet, jeder sein eigener unternehmer und stromlinienförmig in die aktuellen strukturen hinein und die spiegeln sie, gleichzeitig, und me first, das kann man auch besichtigen, mit allen folgen.

Andererseits, erstens, dass veränderung auch den veränderer selber angeht, scheint doch seit längerem evident, oder? A weng introspektion mitten im getümmel, ist das so abwegig?

Andererseits, zweitens, ich halte das moralinsaure gefuchtel mit dem begriff egoismus für ziemlich unproduktiv, was wäre, wenn wir zugeben würden, dass wir egoistische wesen sind, dass jeder:jede seine:ihre (1) interessen verfolgt. die frage ist doch nur, ob dieses egoistische interesse sich in einem sehr kleinen kreis bewegt und also kleinlich, kleinkariert und letztlich destruktiv ist  oder ob ich die welt zu meiner angelegenheit mache, ich meine nicht macht und kontrolle, sondern interesse für die welt und an der welt und allem darin, allem leben,  also eine art geistiger investition in die welt und keine spekulation auf baisse, also den untergang, an dem man noch verdienen kann.

was dieses weltinteresse anbelangt: mich haben in letzter zeit zwei Menschen nachhaltig beeindruckt und ihre ausführungen haben mich zutiefst erschüttert:

1. (Das ist keine rangwertung) Jean Zieglers aufenthalt auf Lesbos und das Buch, das er über diese europäische schande geschrieben hat (sollen die lagerzustände etwa migranten abschrecken und lager: der begriff ist so aufgeladen, dass eine katastrophe von alleine darin aufscheint).

2. Die  „2020 Clark Lecture in English Literature instituted by Trinity College, Cambridge“ vonArundhati Roy. darin die Entwicklung in Indien und Kashmir.

https://lithub.com/author/arundatiiroy/

3. „ich dachte zwei menschen.“  ja schon, aber die dritte will ich nicht auslassen, wegen dem lachen über dem weinen, Claire Bretécher.

img_3626.jpg

(1) er:sie meint sie, sie alle, wir, vielfältig eigenartig, different ähnlich, menschen halt

Jetzt ist es soweit

ist man tatsächlich auf einem anderen planeten oder sagen wir einfach in einem anderen raum und der wird einem zugewiesen, kulturell meine ich, wenn man alt ist (und das beginnt spätestens ab 70). was das hiesse kann jeder sich ausmalen, der den satz kennt, sie sehen aber noch jung aus.

?

jungsein als messlatte für alles und also ab siebzig ist man quasi exterritorial. so bernard pivot in seinem buch vieillir: c’est chiant, in dem kleinen auszug, den ich jüngst gelesen habe.

es gibt tatsächlich in den sprüchen, die man zu hören kriegt, wenn die falten stimmen und das haar weiss ist (sofern man noch welches hat), eine art trost, die man nur als hohn empfunden kann. da steckt oft das wörtchen „noch“ drin, eine frage der zeit also, wenn man nicht mehr ist, was auch immer. ihnen würde man das alter nicht geben ist von der nämlichen qualität. und höflichkeit und manieren hin oder her, das erste mal, als jemand mir im bus (ein lieber mensch zweifelsohne) seinen platz angeboten hat, habe ich gedacht, jetzt ist es soweit, es war ein leichter schock, gemischt mit heftigem ärger, so musste es ja kommen und ich habe abgelehnt, so wackelig bin ich „noch“ nicht.

vor ein paar tagen habe ich meine gefaltete visage, etwas mitgenommen muss ich zugeben, im spiegel erblickt und gedacht, es war doch erst gestern, da sah dein grossvater genau so aus, etwas mitgenommen vom leben. er war ein monument. ich komme mir trotz ähnlicher furchen, falten und fältchen wie ein leichtgewicht vor, etwas durch die mangel gedreht, aber doch oft noch ahnungslos, ja, naiv.

erst jetzt zum beispiel scheine ich zu erwachen und zu realisieren von welcher art wir sind, quels choix faisons-nous sous quelles conditions, unsere geschichte ist ein abgrund, wie gequält muss ein tier sein, damit es andere dermassen quält.

wenn ich mir das vor augen halte, dann falle ich mit, wenn ich sehe, dass einer dem andern auschwitz um die ohren haut, dann graut mir.

aber ich kann inzwischen auch wieder sehen, was wahre menschlichkeit ist. in diesen tagen gedenke ich meiner lektüre von Imre Kertész, Primo Levi und Jacques Lusseyran. Lusseyran: ist mit acht erblindet, hat darüber geschrieben und über Buchenwald, dahin war er als Widerständler geraten: et la lumière fut.

selbst wenn wir verloren wären, die geistige substanz dieser leben halte ich für ewig.

also, noch mal, was ist altwerden.

ich schneide mir kein stück ab vom heldentum, dem wirklichen und dem vermeintlichen anderer. dazu habe ich kein recht (weswegen unsere lokale geschichte als lokaler mythos so sonderbar entgleist ist, was sich langsam zeigt, aber spät und gegen zähes wegsehen). wie ich gehandelt hätte? das ist aktuell die frage, wie handele ich jetzt, was sehe ich jetzt, von uns, wie denke ich jetzt, wie verhalte ich mich jetzt. es ist sehr leicht und leichtfertig, sich auf die gute seite zu schlagen, was hätten sie damals gemacht? es gibt menschen, bei denen zeigt sich unter bestimmten umständen das beste und bei anderen das schlimmste. und es gibt grauzonen und wechselfälle.

also zum letzten, was ist altwerden.

jedenfalls nichts vermeidbares, wie es heute oft scheint, nichts abwendbares. muss man angst davor haben. mehr denn je wird deutlich, dass die kultur, die westliche keine verwendung dafür hat, keine modelle bereitstellt, ausser infantilität und angst, man muss jetzt profitieren, denn wenn man erst alt ist, dann… also hektische aktivität dagegen, antiaging aus der tube?

ich gebe zu, jüngst hatte ich einen einbruch und fragte mich wie so oft, wenn jemand das, so ein leben halt, erfunden hat, dann war es entweder ein unvergleichlicher stümper und nichtskönner aus der dritten reihe oder ein grauenhafter dämon oder beides, das gibt es, dachte ich. so eine absurde, sinnlose angelegenheit kann ein normaler mensch sich nicht ausdenken. natürlich frage ich mich bei solchen einbrüchen regelmässig, warum ich noch da bin. der (eventuell zweifelhafte) vorteil des alters: man weiss inzwischen, die seelische achterbahn gehört dazu, man hat es zich mal erlebt. allerdings war der einbruch diesmal ernster denn je, keineswegs das übliche gehört nun mal dazu. so tief empfunden habe ich selten, wenn überhaupt, dass es keinen sinn macht, ein empfindendes wesen in solcher lage, das ist doch bloss quälerei. das würde man niemand antun wollen. wie gesagt, ich gebrauche dafür den begriff „fallen“ und es hört eine ganze weile nicht mehr auf. und wie mühsam ist es erst, der sache wieder einen sinn zu erfinden. das ist eine art sisyphus arbeit, man baut eine hütte und sie stürzt ein und wieder von vorne, und nochmal, ein bedrohter bau und eine gefährdete insel des sinns mitten in einem meer von unsinn.

und dann macht man sich doch wieder dran.

wieso ist das möglich.

es hat etwas mit heraus gefallen sein aus allem zu tun und wiedergefundener verbindung. es ist nichts grosses, es ist sehr einfach.

wann ich die verbindung wieder gefunden habe?

im wald, bei einem kurzen spaziergang,

ich schaute auf und erblickte plötzlich die wunderbare schönheit des orts, den hang mit bäumen, kahl, graubraun und flechtengefleckt, laub, braunrot,  erde, moos leuchtend grün auf gestürzten stämmen, licht dazwischen, etwas fahl, noch war der himmel grau, eine viertelstunde später blau, blassblau winterlich und der regen funkelte, kleine funkelnde edelsteine überall an den ästen, in der luft.

das „fallen“ hörte auf.

ich war wieder „drin“.

alles bewegte sich von daher, ich selber auch, gehen kam von daher, die hand heben, schauen, riechen, den regen, die aufgeweichte erde, die funkelnde luft.

anmerkung: sorry, mir unterlaufen immer wieder fehler, grammatische, rechtschreiberische, etwas in mir will mich demütig machen, denn mir sind fehler, trotz alter übrigens, peinlich, deshalb also. auch sogenannte flüchtigkeits-. waren immer peinlich. weshalb ich immer wieder welche eingebaut habe. unterlaufen sind sie. eben.

wenn jemand sich am satzbau stört, ich nehme mir gewisse freiheiten, bewusst. etwaige „inkorrektheiten“ sind mir schnurz. inzwischen. oder absichtlich. 

das sollte mal festgehalten werden.