Sommerloch, Contern

Es gähnt, pan schläft fast schon, nochmals ein gähnen.

die erfindung der curry wurst zwischen tausend bandes dessinées, tintin au pays des sovjets, dazwischen mangas mit seltsamen vorstellungen von sexy.

Allerdings auch ein paar politiker auf der suche nach blicken.

Ich fühle mich auf dorffesten ein wenig verloren, ein wenig verwirrt, einer am microphone fällt mir immer wieder in meinen gedanken, die meisten bd’s sind in kisten versteckt, gaston lagaffe, lacasse und ma cron, der neue superjemp braucht, so höre ich, inzwischen 5 töppe concoillotte, um hoch zu kommen, an der halle riecht es nach verbrannten fettigen würsten, ich halte mich an meinen pommes frites fest, tunke sie in senf und denke an bastogne und einen film rendez- vous a bray und den geschmack eines orval.

Es wird höchste zeit in die kühle, die stille kühle abzutauchen. Ist das leben etwa eine bande dessinée?

auf ein neues

auf ein neues

so sagt man, meint man es auch oder ist es nur das alte, das sich wiederholt bis zum gehtnichtmehr. ich lese, altersweisheit baue auf der erfahrung von verlust, grenze und niederlage. dem muss ich recht geben. aber ich bin keine weiser alter, zu dem man kommt und fragt ihn um rat. und wenn doch? ich würde eine garten sitzung vorschlagen, wir schweigen und erwarten die antwort aus der stille.

heute morgen habe ich mich, aus aktuellem anlass, gefragt, wer das ist, der mit meinem namen durch die gegend läuft (und fährt, velozipedisch), der trinkt, isst, im garten hantiert, schLäft (ebendort), der den clown spielt (mit den enkelkindern), der angst hat (vor sich selber), der lacht, weint (nachts, lautlos, im schlaf und im traum), der marie vermisst, der redet mit ihr, besonders gerne am gartentümpel und die goldfische wutschen herum in schilf und binsen, der die hummeln im gras verehrt und die frösche, der den amseln lauscht wie in der philharmonie, der liebt, der verzweifelt. marie sitzt dabei und lächelt, leicht spöttisch, hast du dich heute noch nicht sortiert.

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weltpolitik und politik überhaupt war  interessant mit marie, wegen dem gespräch, nun denke ich, in welchen affenzirkus bist du nur geraten, diese scheingefechte, dieses so-tun-als-ob und andere gewalten haben die hand am drücker, maskeraden und karnevalsumzüge, namen wie pleiten und lange gesichter. und dann erst, wenn es in die tiefe geht, finde ich sie wieder, marie, die beweggründe, das, was die welt im innersten zusammenhält, der sphärengesang, enthüllungen können einem den mund verschliessen auf ewig, ich sage kein wort über innere erfahrungen, den wohnungsbau, die immobilienpreise und den laschen wahlkampf, die posen in den sozmedien und die öffentlichen inszenierungen.

dabei bin ich nicht abgebrüht, sondern eher candide, auch was gender und sonstige orientierung anbelangt.

marie wie gesagt, hat zu meinen ewigen fragefeldzügen ein eher spöttisches verhältnis, neuerdings jedenfalls und frauen, sag ich ihr, finde ich anziehender, hast du jemals gezweifelt oder geschwankt, naja, sage ich, es ist doch normal, dass man schubladen nicht so angenehm findet. bei frauen wirft mich schon die stimme um, sage ich, der mund und die augen, die augen vor allem, ich liebe die ironischen augenwinkel.

ansonsten, die sonne und die wolken ziehen, ich ziehe mit.

hummeln im gras

jeden tag schreiben meist morgens nichts zum veröffentlichen ich entblösse mich vor mir selber gehe meinen obsessionen nach behalte sie für dich und mich reden mit sich selber einer erzählt stillschweigend geschichten formt unhörbare worte schickt briefe ab eine flaschenpost an der andern ins gänzlich unbekannte schweigen auch im garten von ferne ein flugzeug hummeln im klee ein paar spatzen zetern noch die kirchenglocke ein sanftes auto segelt in der vorstellung vorbei eine brise küsst und streichelt einen trägen körper in einem liegestuhl grün wie das gras und grün die stühle und tische einer entwirft einen roman, den er nicht aufschreibt mein leben ist eine geschichte eine amsel tirilliert rauschen von irgendwoher die vorstellung eines bettes und zwei menschen darin unterschiede anziehungen nun ist es aber genug, sagt marie sagt marie nie mehr und der schmerz vergeht nicht der mittag kommt pan schläft ein glieder räkeln ein zögern vor der freude ein innehalten stimmen aus häusern und gärten ein summen im gras neben dem stuhl die augenlieder schwerer die ruhe und stille einnicken und halb träumerisch warum bist du nicht da

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