so confusing

heute morgen habe ich mich halberwachten bei der ersten tasse café, dessen bereitung als eingefahrenes ritual meiner geistigen anwesenheit fast gar nicht mehr bedarf, mit zeug regelrecht bombardiert, so dass ich in einen zustand von höchster verwirrung geriet. wie in einem missratenen film rosa luxemburg lenin trotzky pasolini rudi dutschke gesichter von toten clowns auch solche die es nicht wissen überlebende  reden über geld der besitz von geld dazwischen weitere tote sitzreihen im kino und weiteres reden über geld lächelnde politiker in grossaufnahme poren wie untertassen und schnurrbarthaare mitten in die kamera.

entsetzen meinerseits. der café hilft ein wenig.

niemand hat mich gezwungen, unbedarft bin ich  hinein gestolpert. ein tag mit gruselrand, sonnig und sehr kalt. auf meinem schreibtisch listen mit to do’s.

dazu noch: einmischung von gelesenem am vortag, träume ich oder wache ich wirklich schon, morgenfantasien und der kräftige eisige wind weht nichts beiseite.

I confess, ich bin gerne allein, aber nur weil ich sonst erinnert werde, dass es einmal was sehr nahes mit jemand gab, der … warum  steht bloss in todesanzeigen, da sei einer und eine entschlafen. nur um zu sagen, gestorben, mausetot und kalt,  wenn man seinen namen sagt, auch morgens im halbschlaf, antwortet er nicht mehr. der tod ist brutal.

wenige kenne ich, die, lebenssatt, gerne gingen. die meisten wollen noch bleiben, aber wehren ist zwecklos. kapituliert man nicht gerne, finalement, vor einer grösseren macht, die keine unterschiede kennt, nur gleichheit von der wurzel her?

DSC03768

 

ich lese, auch das noch, die menschliche lebensspanne ist etwa 71, alles danach reine zugabe. ich kenne leute, die sind mit 80 fit und berufstätig,  sehen jünger aus als ich, dem das leben, das er führte, furchen eingegraben hat, wehmutsgräben und schmerzritzungen, eine seltsame skulptur.

ich suche schon länger nach auswegen, nach türen, durch die ich mich davon machen kann, weil die kälte, die mir morgens schon zu früh in die knochen fährt,  dieselbe meint, von der adorno spricht (er hört nicht auf zu sprechen). in romanen zum beispiel, natürlich elegant gelungenen, älteren demnach und politisch nicht correcten wie etwa die wasserfälle von slunj.

was ich eigentlich sagen wollte: meine verwirrung hält an, vom hundersten ins tausendste der diversionen und abweichungen, die sich weiter verzweigen. dabei dreht sich alles nur um die eine frage (sie ist in meine träumen nicht aufgetaucht, versteckt sich aber darunter, dessen bin ich gewiss):

wenn ich jetzt abtreten müsste, was würde ich sagen, vor allem: was würde ich fühlen und denken. wie würde der körper reagieren, der noch behende treppen hinauf läuft zum arzt, der im vierten stock seine praxis hat. ich meine, an einem tag mit sonne und blauem himmel.

des regrets? und welche? dass es mir nicht gelungen ist, eine revolution anzuzetteln in mir? dass ich kein ganz anderer geworden bin? einer, der, egal, was der arzt sagt, lächelt, wenn er auf die strasse tritt und das leben ihm um die ohren fliegt?

ja, das würde ich mir ernstlich vorwerfen müssen! ich meine nicht stoisch, nicht trotz allem, sondern freudig bis zum zuletzt. rein wegen dem abenteuer, dem schon gelebten und wegen dem letzten, dem, was ich noch nicht weiss.  und bis ans ende, selbst in der winterlichen kälte, die das hässliche aus seinem versteck treibt, suche ich nach der wärme der schönheit.

so heute nacht in meinem traum: sie kam unversehends um die ecke, ein mann oder eine frau, fragte ich mich, langbeinig, schlank und elegant und gross, verwirrend ein gesicht an der grenze, ein übergang, sie zog mich an, die ganze person unwiderstehlich schön. ich starrte nicht, ich fragte nach dem weg und sie/er sagte zu meiner weiteren verwirrung quinlivan und zeigte ins ungefähre.

als ich aufwachte, es war noch früh, so gegen vier, suchte ich nach dem rätselwort, bis ich es fand und las und war verdutzt, denn dort stand: true to the end.

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