Zerreißprobe

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erst wenn man sich in das unvermeidliche ergibt…

der rasen bräunt sich, sträucher lassen die köpfe hängen, der kirschbaum trauert. die brise am frühen morgen bei café und zeitung, die schon eingefleischten rituale, die ein simulacrum von ordnung vorgaukeln

was kann ich schon gegen meine bedürfnisse tun, die primären und die „hÖheren“, was, als hierarchie gedacht, von einer bestimmten perspektive aus der dringlichkeit nicht gerecht wird.

und dann die wunschmaschine erst, die vorstellungskraft, die mit mir durchgeht, die innere bilderwelt, halb im schatten, halb im licht.

und, wenn es weh tut, die gier nach lust und lustigerem.

die sehnsucht nach …

und nicht nur die zwei seelen in meiner brust, ach …, nein, die vielen …

kenne ich mich überhaupt, frage ich mich dann, wenn es mich hierin zieht und dorthin und hinab und hinan.

zerreissprobe.

test, wieviel hält er aus.

aber wer testet?

heute, nicht nur manchmal = eine schreibgewohnheit, weil das wort mich anspricht = und überhaupt, finde ich, von hier geht eine furchtbare langeweile aus, furchtbar ist sie, und sie  emaniert aus macht und machenschaften, von den kleinsten an, bei denen man so lange herum druckst, bis man nicht mehr anders kann und endlich die sache heraus rückt, wie man örtlich gerade beobachten kann (mit viel gerede und gefuchtel) bis zu den grössten sauereien, bis man sich am ende fragt, wie tief reicht das hinab und hinauf und in welche ecken und ritzen und durchdringt alltag und beziehungen und das intimste.

das nenne ich furchtbar und furchtbar langweilig.

das uralte untote.

dann will ich weg, trete den rückweg an und suche nach einem andern zuhause.

macht und machthaber, und die taten, jämmerlich, armselig, kleinlich und zerstörend, verstörend.

und immer wieder das gleiche in anderer form und immer jämmerlicher, geschichtsbücher voll davon. nicht homo sapiens, homo horridulus.

dass so etwas zu ende geht, das kann doch nur tröstlich sein.

manchmal denke ich, jemand will, dass das experiment mensch scheitert. und in manchem scheitert es jeden tag. und im besten ist es erfolgreich, auch jeden tag, das ist nicht unbedingt das sichtbarste, das aufdringlichste.

kann man sich an mehr halten als an ein freundliches lächeln.

 

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