derselbe topf

man müsste …man müsste mal wieder …man müsste mal wieder den sand unter den füssen spüren, wie es ist umarmt zu werden (ich habe es schon fast vergessen), ich frage mich bin ich ein mann, eine frau oder was dazwischen, dann vertage ich die frage auf meinen nächsten auftritt vor dem spiegel. als ob man sehen könnte, wie man sich fühlt, mit allen nuancen. manchmal bin ich mir völlig fremd und frage das bild im spiegel, bist du nun gut oder böse, manchmal besuchen mich alte dämonen, meine niederlagen, alles unrühmliche, alle demütigungen, alle schlimmen erfahrungen, alles unglück (wo bleibt dann das glück), sie nutzen meine schwäche aus, wenn ich am boden bin, wenn es nicht weiter geht, wenn ich mich sehne nach einem ende.

IMG_0494

aber ein ende habe ich schon erlebt. ich weiss nicht, ich zweifle, ob ich es schon überstanden habe. maries foto im profil (sie war noch sehr jung) sagt mir, es ist nicht wahr und nicht wirklich. ich kann mich kneifen, so fest ich will, ich sitze in meiner trance und will nicht erwachen.

immerhin, nun ist sommer, die warmen steine unter meinen füssen heute morgen, eine reine liebkosung, und erst die brise, eine geliebte. dann ist aufeinmal alles ganz wahr. aber der blick auf dem foto sagt mir, sie ist nie ganz fern.

ich muss die aktualität nicht kommentieren, reg dich nicht so auf, sagt marie, es bekommt deinem teint nicht, aber man wird doch noch sagen dürfen, dass das nazi methoden und sprüche sind, angesichts derer alles schreit: halt.

natürlich bin ich empört, ich beoabachte mich genau, wenn ich Ilija Trojanov lese, „Der überflüssige Mensch“, danach kommt der schmerz, in so einer welt lebt man. und dann redet man von glück?

gottseidank gibt es noch die türen, durch die man sich davon machen kann, aber die visiten in virtuellen welten sind beileibe kein trost. ich rede gerade von Trojanovs „Weltensammler“ und dort lese ich:“Er habe überall gesucht, die meisten Menschen hingegen, die würden immer wieder in denselben Topf blicken.“

was ich gerade höre? immer wieder Leonard Cohen, You want it darker.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s