lesen habe ich mir gar nicht mehr vorstellen können. lesen ging nicht, seit monaten; vielleicht ein bild betrachten, aber nur leicht, aus den augenwinkeln, flüchtig, verstohlen, etwas ernsthaft in die hand nehmen und anschauen hat weh getan. überhaupt das leben.
es ist nicht einmal deswegen, weil wellness angesagt ist, überall nur wellness, sicherheit, keine entgleisungen bitte, tod schon gar nicht. tod stört. denken auch, wählen vor allem, das ging gar nicht. ich sehe noch gut, registriere, was gesagt wird, aber entscheiden für und wider, nein, das kam nicht in frage; kommt noch immer nicht in frage.
es gibt diese leute, die wollen, dass du dich erklärst, dies oder jenes, das eine oder das andere. sonst! das wort ist eine drohung. bevor gesagt wird, was sonst ist und passiert und wo du dich sonst wieder findest, rechts oder links.
mir schwant, ich werde mich überhaupt nie mehr entscheiden können, ich meine erklären, was denn nun, so sags doch. ich sage gar nichts, hab ich mir vorgenommen.
wenn ich an einer weggabelung ankomme, gehe ich nach rechts, das ist keine von den entscheidungen, die ich meine, ich setze einen fuss vor den andern, das ist eine kunst, die heute den weg geht und morgen den andern, ehrlich, ich würde am liebsten beide wege gleichzeitig gehen, mich reizt das eine wie das andere. es gibt da kein oder.
heute muss man aufpassen, man hat schnell die falsche deklaration geliked.
ich habs mit meinem ästhetischen sinn. das ist nicht ungefährlich, denn man gelangt schnell dazu, alle in einen topf zu schmeissen, die liberalen und marktanhänger links und rechts, die sogenannten sozialdemokraten und die konservativen, ganz zu schweigen von den ewiggestrigen an den extremitäten. wenn ich mir anschaue, wie die abwechselnd regierenden das neue Grosskleinstein als ausgemachte hässlichkeit inszenieren, sogar die neue gelecktheit ist hässlich, weil steril, also nicht schön und das ist mir ein politischer einwand. es hat nichts mit wahl zu tun, schön ist schön und hässlich ist hässlich. hässlich muss sein, weil schön sonst unkenntlich wird, das ist mir klar, aber hässlichkeit als städtisches gestaltungsprinzip bleibt ein einwand von kerniger fasslichkeit. man sieht es und es schreit und quietscht schrill und metallen. das ist keine wahl und entscheidung, wenns auch in mir schreit bei den immobiliären freimarktlichen bauentgleisungen.
wenn eine kultur zusammen bricht, dann ist das gemeinhin in den geschichtsbüchern nachzulesen. aktuell scheint man das phänomen in den usa beobachten zu können (das buch, an das ich gerade denke, werde ich mir nicht antun), aber dann sage ich mir, dort wird bloss der schleier vor der barbarei weggezogen.
(das ist gewiss ein ungerechtes urteil, denn ich weiss ganz gut, dass es inseln hoher kultur gibt, das andere amerika, das nicht in den schlagzeilen vorkommt.)
ungerecht werde ich, weil ich gerade den zusammenbruch einer privaten sechsunddreissigjährigen kulturblüte erlebe. wie schnell das geht, wie schnell geht ein gleichgewicht, eine ordnung in unordnung über, chaos breitet sich aus, weil der/die andere, die mit mir diese privatkultur, die ich immer als grosse welt empfunden und gedacht habe, unter spannung hielt, so dass sie funkelte in ihrer prekären schönheit (was konflikte, widersprüche und dissonanzen mit einschliesst), plötzlich verschwunden ist. Vor vierundzwanzig tagen, als das, was von ihr körperlich übrig war, es war nicht mehr viel von dem, was sie einmal war, vor meinen augen in die holzkiste gelegt wurde, wusste ich, das ist das ende und ich wusste es noch nicht.
Wie jede Kultur, so beruhte auch unsere auf einzelheiten, alltaggsverrichtungen, kleinen und grossen vereinbarungen, die wenigstens den anschein von ordnung und stabilität erweckten, es existierten sogar rituale, wenn veränderungen, gar umstürze fällig waren und von weitem sich eine revolution ankündigte, wie es sich für jede ordentliche kultur gehört. Sogar das unvorhersehbare hatte seinen platz, dem unbekannten gott gewidmet.
ich finde gar keine worte für das, was sich nun in mir und ausser mir abspielt. rette sich, wer kann. les invasions barbares, denke ich, die hunnen kommen, die teutonen und andere noch wildere völkerstämme, mongolensturm.
fassungslos stehe ich vor den trümmern, ich fühle mich ausserstande, diese kultur, dieses gemeinsame projekt aufrechtzuerhalten, wie sollte ich auch, ohne sie, ihre unglaublich lebendige, anspruchsvolle, schöne, strenge (was mein selbstmitleid anbelangt) grossherzige präsenz geht das gar nicht. wie sollte es und auch das wilde, fauchende, das sie zuweilen urplötzlich und zu meinem geheimen vergnügen, an den tag legte, war ein kulturelles faktum von höchster bedeutung, es würzte als möglichkeit den alltag und schasste die langweile, die jede stabilere kultur bedroht. und wie sie über die familie regierte, souverän und entschlossen, aber so, dass alle gewürdigt waren.
Ich hielt mich hier eher heraus, war zuschauer von ferne, überliess ihr gerne den vortritt, chaosmanagment war nie so meine sache. ich bin meist zu nah oder zu fern, wohne in extremen und habe genug mühe meine eigenen widersprüche zu verwalten.
und nun ist der schutzschild zusammengebrochen und ich fühle mich wie in star trek, deep space 9, die klingonen greifen mit einer übermacht an.
Karl Ballmer
natürlich ist das lächerlich, eine kultur lebt von der individuellen färbung, unsere ganz gewiss und ich bin genauso diese kultur, wie sie es war, die nun geschichtsbuchreif ist in meiner persönlichen geschichtsschreibung. ich werde die angelegenheit studieren müssen, methode und flexible vorgehensweise, tricks und kniffe, vielleicht werede ich fremden göttern wenigstens nach aussen hin eine zeitlang huldigen müssen, um an mein ziel zu gelangen, den frieden im imperium zu wahren. paris vaut bien une messe, was kann ich, wo sind meine grenzen, schwächen in stärken verwandeln, der imperialismus ist ein papiertiger, wozu habe ich dialektik studiert, die geschichte der klassenkämpfe und Sun Tsu’s kunst des krieges.
im ernst, der psychologe, den ich gelegentlich stundenweise zu verwirren suche mit jeanpaulschen digressionen, lässt sich nicht aufs glatteis führen, er bringt mich höflich, zuvorkommend und bestimmt auf den punkt, den nagel auf den kopf, nägel mit köpfen zuerst, meinte in usnerer letzten sitzung, mein trauermarathon sei überzogen, die ansprÜCHE AN MICH SELBER viel zu hoch angesetzt, ich solle mir zeit lassen, ich hinterbliebener, überlebender einer untergegangenen kultur.
daraufhin habe ich aufgeatmet, die barabaren horden verschwanden vom schirm, der kapitän betritt soeben wieder die brücke, deep space nine, die nächste episode.
das ist einfach nur schön zu sehen, dass jemand die selbstentblössung, die ich aus mir selber nicht ganz einsichtigen motiven hier betreibe, wie gesagt, im zeitgeist bin ich keine ausnahme, zur kenntnis nimmt.
vielleicht wird es zeit, etwas ganz und gar positives und aufbauendes zu sagen.
das haus, das heute so viel von marie z. hat, dass es keine einzige ecke gibt, die nicht von ihr spricht, unser haus, an dessen schönheit wir wuchsen, um es noch schöner zu machen, jedes zimmer sprach und spricht eine andere sprache und nun, dreiundzwanzig tage nach Maries tod geht es in die veränderung, kindergeschrei, lachen und weinen schallt durchs haus, meine tochter ist mit ihrer familie eingezogen und ich habe mich unterm dach neu eingerichtet, mein lieblingsort im haus, dort höre ich nachts den wind und der regen trommelt aufs schieferdach und das ist das gestein, auf dem ich aufgewachsen bin, der raum ist weit und hoch, die balken reden von einer grossen kunst und ich fühle mich, trotz Maries abwesenheit zuhause.
das haus ist nicht leer, es ist voll von uns und beginnt sich zu füllen mit dem Neuen, wie es Maries wunsch vor ihrem Sterben war.
ich brauche nicht mehr so viel platz und die dinge sortieren sich von selber aus, manches, wenn nicht vieles, hat seine bedeutung verloren. manchmal sage ich mir, nichts hat mehr die bedeutung, die es einmal hatte, noch vor ein paar monaten, als unsere welt noch in ordnung schien.
gut, im garten müssten die blätter vom rasen, der eher einer altertümlichen Öslinger kuhwiese am waldrand ähnelt, und die kinder haben einiges nach ihrem gusto neu arrangiert, die amseln picken an den äpfeln, die ich ihnen gerne gebe, und die goldfische sind bei dem milden wetter noch nicht auf tauchstation im tümpel. ich gehe noch immer genau so gerne wie ehedem mit nackten füssen zum komposthaufen und dabei stelle ich fest, dass mir in meiner trauer einiges entgangen ist.
mir sind haus und garten ans herz gewachsen und ich fühle mich durch Maries tod keineswegs vertrieben, es ist meine höhle, in die mich verkrieche, wenn mir trauer und welt zu viel werden. und was die welt anbelangt, weckt sie wieder langsam mein interesse.
Karl Ballmer
im ernst bin ich etwas erstaunt, dass noch alles beim alten zu sein scheint, wo doch in meinem leben ein erdbeben alles umgeworfen hat. die sozialdemokraten laborieren an ihrem langsamen verschwinden, weil sie aus der neoliberalen falle nicht mehr herauskommen, „stabile genies“ tun so, als regierten sie die welt, auf der linken pflegt man die alten klischees, die zur fatalen gewohnheit geworden sind, die alten marxisten merken noch immer nicht, dass die materielle grundlage, die alles bestimmt, auch nur eine idee ist, die ihre ansichten bestimmt, und auf der rechten ist man siegesgewiss, weil man sich auf der „richtigen“ seite weiss, ohne dass man sich gedanklich noch weiter bemühen muss. es gibt keine alternative, so hört man, und ohne moral ginge es noch besser, wie einer jüngst in der zeitung deklarierte, der es zu wissen glaubt, und Juncker torkelt heiter weiter über den roten teppich.
die erde hat demnach nur bei mir gebebt. und ich frage mich, manchmal gelassen, manchmal verzweifelt, was aus meinem leben noch werden soll. es steuert, wie bei uns allen, wie bei allem in dieser welt, auf den tod zu. ich frage mich, ob ich daraus noch einen funken schlagen kann…
ein leichter wind wind wiegt die birken unten im garten, das vogelfutterhäuschen schwankt ein wenig, wenn der kleine vogel mit der gelben brust hastig hin- und hersaust, vom futter zum tuja des nachbarn und zurück, blitzschnell, so dass ich ihn gelegentlich übersehe. die zweite katze, die ältere mürrische, die geht und kommt, wenn sie will und nett ist und mir um die beine streift, wenn sie hunger hat, ist von einem längeren ausflug in der städtischen wildnis wieder aufgetaucht. die kinder hörten heute morgen beim spielen zu meiner verwunderung die nussknacker suite von tschaikowski auf meinem alten kofferradio und vertieften sich anschliessend, nach dem aufräumen ihres kinderzimmerchaos in Lotta, einen kinderfilm, der zu meiner befriedigung mit einem regenguss beginnt.
heute nacht hatte ich einen vertrackten erotischen traum, der mich aufgerüttelt hat, so dass ich ein neues notizbuch angelegt habe, um dem nachzugehen, was von meinem sexleben übrig geblieben ist. Da ich nicht möchte, dass eines meiner kinder einblicke in mein leben bekommt, die es nicht haben will, habe ich das notizbuch mit einer warnung versehen. ich werde vor mir selber kein blatt vor den mund nehmen, das habe ich mir geschworen. tabula rasa. es gibt innere zimmer und speicher, die ich noch nicht aufgeräumt habe. wie kinder es tun, liebe ich aufräumen und chaos gleichermassen.
überhaupt scheine ich manchmal in meine kindheit zurück zu fallen. oder ist es nicht vielmehr so, dass ich in vielem ein kind geblieben bin, gottseidank, ich glaube weder an den lieben gott noch an den nikolaus, das meine ich nicht, aber meine spiellust, meine lust diesem und jenem und dem noch ganz anderen und wieder einem neuen nachzugehen, wie ich an kindern und enkelkindern beobachtet habe, das steckt auch ganz tief in mir und da ich kaum noch verpflichtungen habe, ausser der, aus der zeit, die mir bleibt, ein kunstwerk zu machen, regelrecht und unordentlich, wie ich bin, zerstreut und wach, von einem zum andern springend, ohne grund, einfach nur, weil es spass macht, und der tod gar nicht mehr so wichtig ist. ich stelle mir vor, Marie sieht mir bei allem zu und schüttelt amüsiert den kopf über mich kindskopf, und selbst das leben scheint mir manchmal überbewertet, jedenfalls, was die „stabilen geniusse“ anbelangt, und wenn wir, trotz unserer fähigkeit zu bewusstem tun, zu denken, verantwortung zu übernehmen, endlich, für die welt, in der wir leben, und vernunft nicht nur zu definieren, sondern zu manifestieren, vor allem aber zu lieben, was in meinen augen kein blosses gefühl ist, sondern eine welthaltung, wenn wir, trotz alledem, uns als irrläufer der evolution herausstellen sollten, dann kann ich auch nichts machen ausser spielen bis zum ende.
tagebuch eines wahnsinns, werde ich das hier nennen, tagebuch nach dem tode von marie z., tagebuch wozu. nun so langsam, langsam beginne ich mich leer zu fühlen, selbst das sagen, das aussprechen hilft nicht, nichts hilft und doch gibt es in mir einen, der schreibt, manisch schreibt er am rande der depression, was für ein wort, schreibt er, er fragt nach jedem wort, was sagt es, was vermag es zu sagen, druckabfall also, am rande des druckabfalls in der kabine, die sauerstoffmasken fallen, erwachsene setzen sie zuerst auf, danach kommen die kinder dran, hat einer die kabinentür geöffnet, den notausstieg betätigt über den alpen und die wasserrutsche ist bereit, fertig aufgeblasen und nun fällt der druck, das aufgeblasene weicht, zurück bleibt ein häufchen elend, wimmernd in einer ecke?
so ist es nicht.
Karl Ballmer
aber einer schreibt, als schreibe er bis zum letzten atemzug an einem seltsamen werk, einer endlosen wortmelodie, einen endlosen wortstrom aus sich heraus setzend, schreibend wie einer, der sonst nichts mehr kann, hinaus gehen ist gefährlich, die luft tut so gut, die frische, aber er verkriecht sich am tisch hinter der maschine und haut in die tastatur, schon gleich nach dem aufstehen sitzt er da und schreibt und schaut nicht hinaus und sieht keinen vorbei gehen, sieht nur die tastatur und den schirm, vor allem die tastatur, die abfolge der buchstaben und das resultat interessiert ihn nicht. nichts kann ihn aufhalten, wortungetüme hinaus zu spucken und nie mehr aufzuhören, weil er dann nicht da sitzten muss in der unerträglichen stille, in dem haus, das sie so ausfüllte, als sei sie in wirklichkeit so weit und so gross wie das haus und noch viel weiter und grösser, dann muss er nicht die wände betrachten, die bilder, die er für sie aufgehängt hat, noch etwas höher, noch mehr nach links, ja, so ist es gut. wenn zwischen den sätzen eine stille entsteht, eine atemlose pause, dann ist es, als falle er in einen stummen wortlosen raum, der schlimmer ist als die hölle, von der der pfarrer sprach, als er klein war auf dem dorf, in dem seltsamste sachen passierten, noch schlimmer als im letzten roman von julie zeh, überhaupt das dorf, aus dem sie ihn endgültig befreit hat, du sahst nicht so aus, als kämst du von da, sagte sie, du sahst ganz anders aus, und er haut in die tastatur, um noch ein wenig von iher präsenz herauszuhauen und gerade dann, wenn er die wörter setzt, entfernt sie sich immer mehr.
sie entfernt sich, das ist normal, sagt er sich, sie ist schliesslich jetzt die welt, mit jedem tag, jeder stunde, jeder minute, jeder sekunde immer mehr, aber er weiss nicht, wie er mit der welt reden sollte und wie die welt nun redet zu ihm.
schau dich um, hört er einen anderen sagen, hör dich einfach um, spüre hinein, dann geht es von selber, als ob das einfach sei, einfach hören und fühlen und sehen und all das andere, das spüren auf der haut, in den fingerspitzen, in den haaren und an brust und bauch, da spürte er sie, wenn sie aneinander geschmiegt einschliefen, nicht einschliefen, weil der andere einen atemlos machte, weil der andere als anderer, als gänzlich fremder körper, als nicht der eigene körper mit haut und haar so aufregend war, dass er ausser atem geriet und nächtelang wacher lag als an irgendeinem tag.
nun kommt es langsam heraus, er hätte ihr noch stundenlang antworten mögen, auf ihre immer völlig überraschend kommende aufforderung, sag mir was liebes, mitten in einem gespräch über gott und die welt sagte sie das, was ihn dermassen überrumpelte, dass er gar nichts zu sagen vermochte, er war mit stummheit geschlagen, wie gelähmt die stimmbänder, er konnte nichts sagen und lenkte ab, lenkte um und nun möchte er auf alle verpassten gelegenheiten zehnmal am tag nur noch antworten, ich liebe dich, selbst wenn du toter als alle toten wärst, das ist mir egal, ich liebe dich, ich liebe dich, nur noch ich liebe dich, als gebetsmühle, als lebendige gebetsmühhle, ich liebe dich verdammt noch mal, scheiss drauf, ich liebe dich.
und das, so schreibt der schreibbesessene einmal für allemal, und das, so schreibt er zehnmal, hundertmal, tausendmal und weiter ohne überhaupt irgendwann aufzuhören, das ist das einzige, was überhaupt noch zählt, der einzige sinn, den es jemals in meinem leben gegeben hat, und sonst keinen.
buchstäblich, die worte hingeknallt, auf den tisch gehauen, wütend, wahnsinnig und völlig durchgeknallt einfach nur noch ich liebe dich schreiben bis ans ende.
scheiss auf das ende und noch darüber hinaus, überhaupt nicht mehr aufhören wie chaplin in modern times zuckend obsessiv gar nicht mehr aufhören, ewig weiter machen, weil es der einzige sinn ist, den ich jemals hatte.